Nach Freispruch: Wulff will wieder als Anwalt arbeiten

Nach Freispruch: Wulff will wieder als Anwalt arbeiten

Christian Wulff kann nach seinem Freispruch erst einmal aufatmen. Schon bald will er wieder zurück ins Berufsleben. Als Rechtsanwalt wird er sich demnächst in Hamburg niederlassen.

Seit Donnerstag überwiegt bei Christian Wulff die Erleichterung. Denn auf einen nervenaufreibenden Korruptionsprozess folgte nun der Freispruch vom Landgericht Hannover. Für den Ex-Bundespräsidenten heißt es jetzt, die Geschehnisse so schnell wie möglich vergessen zu machen und nach vorne zu schauen. Die Erschöpfung der letzten Monate, in denen er beharrlich um seine Unschuld kämpfte, ist im deutlich anzusehen.

Doch statt sich zu erholen, möchte Wulff nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" so schnell wie möglich wieder einer Tätigkeit als Rechtsanwalt nachgehen. Das bestätigte auch Wulff-Freund und Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU).

Anzeige

Wulff-Prozess Zieht euch bitte was an!

Christian Wulff ist freigesprochen – und alle haben verloren. Wie viel besser ginge es uns, wenn mehr Leute viel öfter einfach mal den Mund halten würden.

Ex-Bundespräsident Christian Wulff nach der Urteilsverkündung des Landgerichtes Quelle: dpa

Seine neue Adresse: Hohe Bleichen 17, in Hamburg nobelste Lage. Private-Equity-Unternehmer Guido Sollors, den Wulff aus seiner Zeit als Ministerpräsident von Niedersachen kennt, freue sich laut Spiegel schon sehr auf seinen neuen Nachbarn. In seinem Büro in Berlin, über das jeder ehemalige Präsident verfügt, werde er einmal pro Woche sein.

Weitere Artikel

Es seien bereits mehrere Auslandstermine geplant, unter anderem Mitte März in der Türkei. Auftritte in Universitäten sowie ein Treffen mit Staatspräsident Abdullah Gül. Auch als Schirmherr der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft möchte der Ex-Bundespräsident sich weiterhin ehrenamtlich engagieren.

Christian Wulff war im Februar 2012 aufgrund der gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Vorteilsnahme als Bundespräsident zurück getreten. Nach einer Anklage folgte das Gerichtsverfahren. Es ging um 720 Euro, die Filmproduzent David Groenewold 2008 im Rahmen eines Oktoberfestbesuches in München übernommen haben soll. Damals war Wulff noch Ministerpräsident in Niedersachsen. Die Zweite Große Strafkammer sah die Vorwürfe, dass Wulff illegale Zuwendungen angenommen haben soll, nicht als erwiesen an.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%