Nach Protesten: Keine Abschiebehaft jungen Afghanen

Nach Protesten: Keine Abschiebehaft jungen Afghanen

, aktualisiert 01. Juni 2017, 16:42 Uhr
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Während des Polizeieinsatzes gegen die protestierenden Mitschüler des 20-jährigen Afghanen wurden neun Polizisten verletzt und fünf Personen vorübergehend festgenommen.

Quelle:Handelsblatt Online

Ein Gericht hat die für einen 20-jährigen Afghanen beantragte Abschiebehaft abgelehnt. Zuvor hatten Klassenkameraden des Berufsschülers gegen die Abschiebung protestiert, bei einem Tumult wurden neun Polizisten verletzt.

NürnbergEin von Abschiebung bedrohter 20 Jahre alter Afghane in Nürnberg ist wieder auf freiem Fuß. Das örtliche Amtsgericht lehnte am Donnerstag die von der Zentralen Ausländerbehörde der Regierung von Mittelfranken beantragte Abschiebehaft ab. Das Gericht sehe dafür keinen Anlass, sagte der Anwalt des jungen Mannes. Die Ausländerbehörde kann gegen die Entscheidung noch Beschwerde einlegen.

Einige Mitschüler des Afghanen hatten am Mittwoch zunächst mit einer Sitzblockade und einer spontanen Demonstration versucht, die Abschiebung zu verhindern. Als die Streifenbeamten daraufhin Verstärkung anforderten, kam es zu tumultartigen Szenen. Neun Polizisten wurden verletzt, fünf Personen vorübergehend festgenommen.

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Die Polizei hat daher eine Analyse ihres Einsatzes angekündigt. „Ihr könnt sicher sein, dass wir in unserer Behörde diesen Einsatz noch einmal genau betrachten und besprechen werden“, schreibt das Polizeipräsidium Nürnberg in einem Facebook-Beitrag.

Der Afghane habe von der bevorstehenden Abschiebung gewusst, schrieb die Polizei. Asylbewerber würden lange vorher darüber informiert. „Das war auch heute so. Und deshalb war es auch für den 20-jährigen Schüler der Berufsschule keine Überraschung mehr“, betonte die Polizei in ihrem Post vom späten Mittwochabend.

Quelle:  Handelsblatt Online
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