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exklusivNach US-Wahl: CDU will im Wahlkampf auf Facebook setzen

von Oliver Voß

Als Konsequenz aus dem Wahlkampf in den USA will die Union bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr neue Kommunikationsformen nutzen, um potenzielle Wähler anzusprechen.

Ein Foto der Twitter-Seite von Barack Obama Quelle: dapd
Ein Foto der Twitter-Seite von Barack Obama. Die CDU will demnächst auch verstärkt in sozialen Netzwerken Wahlkampf machen Quelle: dapd

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„Wir werden im Bundestagswahlkampf stärker auf soziale Netzwerke und Internet-TV setzen“, kündigte CDU-Bundesgeschäftsführer Klaus Schüler in der WirtschaftsWoche an. Der Wahlkampfmanager war extra in die USA gereist, um sich über neue Strategien im US-Wahlkampf zu informieren.

Nach Experteneinschätzungen hat Obama auch dank eines besseren Einsatzes neuer Technologien die Wahl gewonnen. „Obama hatte einen Informationsvorsprung“, sagt Christoph Bieber, Politologe und Experte für Online-Wahlkampf an der Universität Duisburg-Essen. Während Obama noch am Wahltag 32 Millionen Facebook-Fans mehrfach aufforderte, zur Urne zu gehen, kam Romney nur auf zwölf Millionen. Bei Twitter ist die Diskrepanz noch eklatanter, hier betrug das Verhältnis 21,8 zu 1,2 Millionen.

Der Screenshot zeigt den Twitter-Account von US-Präsident Barack Obama, auf dem er schreibt: "Four more years." Quelle: dpa
US-Präsident Barack Obama ist wiedergewählt. Der demokratische Amtsinhaber siegte bei der Präsidentenwahl nach Angaben mehrerer Fernsehsender gegen seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Quelle: dpa

Obamas Wahlkampfteam hat in einer Datenbank Informationen über fast 200 Millionen Personen gesammelt. Die Daten wurden zur Steuerung der Wahlhelfer, sowie personalisierter Spendensammlung und Internet-Werbung genutzt. „Gezielte Online-Werbung wird auch für uns ein großes Thema“, sagt der Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek. Der CDU-Politiker hat schon vor vier Jahren als einer der ersten deutschen Politiker Werbung bei Facebook geschaltet. Zur Bundestagswahl will Jarzombek das noch intensivieren. „Wir müssen die Werbung besser darauf zuschneiden, wo die Leute wohnen und was da die Themen sind“, sagt der Politiker.

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