Nach Wahldebakel: Rücktrittsforderungen aus CSU: Druck auf Beckstein wächst

Nach Wahldebakel: Rücktrittsforderungen aus CSU: Druck auf Beckstein wächst

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Bayern Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU)

Drei Tage nach dem Wahldebakel der CSU wird der Druck auf Bayerns Ministerpräsidenten Günther Beckstein immer größer. Der parteiinterne Aufstand gegen den CSU-Regierungschef weitete sich heute vor Beginn der ersten CSU-Fraktionssitzung nach der Wahl aus.

Der Sitzungsbeginn wurde kurzfristig verschoben. Stattdessen zog sich die engste CSU-Spitze zu Beratungen zurück. Dazu gehörten neben Beckstein der scheidende Parteichef Erwin Huber, sein designierter Nachfolger Horst Seehofer, Fraktionschef Georg Schmid und dessen Stellvertreter.

Die einflussreiche Oberbayern-CSU forderte vor der Sitzung Becksteins Rücktritt. Die niederbayerischen Abgeordneten schlossen sich der Forderung an, wie aus Parteikreisen verlautete. Die CSU Oberfranken wollte Beckstein dagegen im Amt halten. Beckstein sagte auf die Frage, welche Gefühle er habe: „Unterschiedliche, gute und schlechte.“

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Zur Fraktionssitzung war auch Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber gekommen, obwohl er dem neuen Landtag nicht mehr angehört. Huber sagte auf die Frage, ob Beckstein zurücktreten solle: „Das muss er selbst entscheiden.“

Huber selbst hatte am Vortag als Konsequenz aus dem Wahldesaster seinen Rücktritt angekündigt. Sein designierter Nachfolger Seehofer rief die Partei zur Ruhe auf. „Ich empfehle immer: Erst muss man nachdenken, dann muss man miteinander reden und dann muss man handeln. Und jetzt sind wir beim zweiten Schritt.“

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