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Neue BND-Zentrale: Deutschlands geheimste Baustelle

Quelle: Handelsblatt Online

2015 soll der Bundesnachrichtendienst seine neue Zentrale in Berlin beziehen. Momentan ist das streng gesicherte Gelände noch eine Großbaustelle. Einige Journalisten durften Deutschlands geheimsten Rohbau besichtigen.

Die Baustelle an der neuen Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND). Quelle: dpa
Die Baustelle an der neuen Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND). Quelle: dpa

Berlin4.000 Fenster, 12.000 Türen, 6000 Räume, neun Stockwerke auf einer Grundfläche von 35 Fußballfeldern - die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes in Berlin wird gigantisch. Die Gäste von BND-Chef Gerhard Schindler balancieren über improvisierte Holzbrücken, suchen sich ihren Weg zwischen Stapeln von Isoliermaterial und noch unverbauten Lüftungsrohren, von den Decken hängen Kabel. Damit niemand abhandenkommt, leuchten BND-Mitarbeiter mit Taschenlampen dunkle Treppen aus. Expeditionsleiter Schindler selbst bewacht fürsorglich einen tiefen Kabelschacht, in dem sich dicke Bündel gelber Kabel ringeln. Allein 20.000 Kilometer Glasfaser- und 10.000 Kilometer Kupferkabel sind hier verbaut.

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Die Geheimdienstler schreiben Sicherheit groß: Alle Arbeiter sind überprüft, das Gelände wird streng bewacht und jeder fertiggestellte Abschnitt auf Wanzen untersucht. Daher ist die Besichtigungstour durch die Eingeweide der neuen BND-Zentrale ebenso ungewöhnlich wie sie wohl einmalig bleiben wird. Eine zweite Tour werde es sicher nicht geben, die Organisation der ersten habe wegen der Geheimhaltung genug Mühe gekostet, sagt Schindler schmunzelnd. Deshalb erfahren die Journalisten auch nicht alles über die Besonderheiten des 150 auf 280 Meter großen Bauwerks.

Beengt wirkt das Büro, in dem in einigen Jahren vielleicht einmal die nachrichtendienstlichen Meldungen für den Kanzler oder die Kanzlerin geschrieben werden: Elf Quadratmeter, zwei hohe, schmale Fenster, ein Wandschrank, der über die komplette Innenseite reicht. Getrennt durch eine Sichtblende stehen sich zwei Schreibtische gegenüber, jeder mit zwei schwarzen Telefonen, zwei Tastaturen, zwei Bildschirmen und zwei nur etwa 20 auf 20 Zentimeter großen schwarzen Kästchen ausgerüstet, in denen moderne Computer stecken. Rund 2000 dieser Zweier-Büros wird das Gebäude einmal beherbergen, zudem rund 1300 Dreier-Büros - 17 Quadratmeter groß.

Licht sollen mehrere große Atrien in das Gebäude bringen. Jetzt türmen sich in einer der sieben Stockwerke hohen Hallen noch die Baugerüste, dahinter sind bis in schwindelerregende Höhe Gänge mit Bürotüren zu sehen. Der riesige Raum wirkt wie eine Mischung aus einer Kathedrale und einer gigantischen Hotelhalle. Mehrere Flure weiter ist bereits das Lagezentrum zu erahnen. In Zukunft werden hier 60 bis 100 Experten rund um die Uhr die Nachrichtenlage überwachen und auf aktuelle Entwicklungen reagieren. Über einen Tunnel, der sich über die gesamte Länge des Bauwerks erstreckt, sollen die 4000 BND-Mitarbeiter später mit allem Nötigen versorgt werden. Elektrofahrzeuge werden hier pro Tag etwa 1,5 Tonnen Dienstpost und im Jahr rund 50 Millionen Blatt Druckerpapier anliefern.


Acht Umzugskisten pro Mitarbeiter

Für Krisenfälle verfügt der BND über Notstromaggregate auf dem eigenen Gelände, zur übrigen Versorgung sollen ebenfalls Vorräte angelegt werden. Fällt die öffentliche Versorgung aus, kann der Geheimdienst so nach eigenen Angaben je nach Jahreszeit zehn bis zwölf Tage autark weiterarbeiten. Eine unspektakuläre Kreuzung des Versorgungstunnels am nördlichen Ende des Gebäudes hatte dem BND vergangenes Jahr viel Ärger bereitet: Gestohlene Baupläne dieser Stelle waren im Sommer 2011 aufgetaucht und hatten für einen Eklat gesorgt. Umgebaut worden sei deshalb nichts, betont der Geheimdienst. Größere Konsequenzen hatten indes Mängel beim Einbau der schätzungsweise 50 bis 70 Kilometer langen Lüftungskanäle. Die Unzulänglichkeiten sorgten dafür, dass der Bau nun gut ein Jahr später fertig sein wird.

Der Umzug der 4000 Geheimdienst-Mitarbeiter ist schon jetzt generalstabsmäßig geplant: Im Herbst 2015 sollen 400 Beschäftigte quasi als Versuchskaninchen einziehen. Geht alles glatt, folgen ihre Kollegen bis 2016 in weiteren neun Teilumzügen aus den bisherigen Standorten in Berlin-Steglitz und Pullach bei München. Der BND plant mit etwa acht Umzugskisten pro Mitarbeiter und insgesamt etwa 250 Lkw-Ladungen, die nach Berlin-Mitte gebracht werden müssen.

Rund 1,3 Milliarden Euro sollen die neue Zentrale und der Umzug kosten. Die Liegenschaft in Pullach wird auf 1000 Mitarbeiter verkleinert und als technisches Aufklärungszentrum weiterbetrieben. Auch wenn nicht alle Mitarbeiter aus Bayern mitkommen wollen, ist der Drang nach Berlin laut Schindler groß, schon jetzt hat der Geheimdienst so viele Leute wie nur irgend möglich in die Hauptstadt geholt: "Wir haben hier kein einziges Büro mehr", berichtet der BND-Chef. Selbst sein Zweit-Büro in der Innenstadt habe er inzwischen geräumt, damit Neuberliner dort einziehen könnten. (Redigiert von Alexander Ratz)


1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 18.08.2012, 20:21 Uhrwerner

    der neyue mord und blutpalast bentlerblock durfte von beknackten parteibuch journalisten leer begaffte werden.danach kommen die foltermaschinen,die mordmaschinen,die TECHNIK UM MENSCHEN ZU QUAELEN,ZU VERLETZEN,REIF FUER KLAPSMUEHLEN ZU MACHEN.DER "EDELSTE" DEUTSCHE KGB UND GESTAPO POOL MIT STASI UND NAZIMOERDERN KANN DANN IN DIE PERFEKTE MORDMASCHINE EINZIEHEN.UND DIE LEITUNG BEKOMMTR DANN EINEN ZWEIFACH ZU GEFAENGNIS VERURTEILTEN PALS NO.2 DIE DEUTSCHEN DIE SOWAS ZULASSEN HABEN EINEN KRIMINELLEN GEN DEFEKT.

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