Neuer SPD-Chef in Bremen: Die Köpfe nach Merkel, Gabriel und Co

Neuer SPD-Chef in Bremen: Die Köpfe nach Merkel, Gabriel und Co

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Der künftige SPD-Chef in Bremen, Carsten Sieling, steht für eine Reihe aufstrebender Partei-Newcomer.

von Cordula Tutt und Max Haerder

Carsten Sieling wird SPD-Chef in Bremen – und wohl Ministerpräsident: ein Unbekannter, der an die Macht kommt. Zeit, einige Partei-Newcomer genauer zu betrachten, die künftig Politik machen werden.

Neuer SPD-Chef in Bremen und damit wohl künftiger Bürgermeister in der Hansestadt wird – Carsten Sieling. Carsten wer? Die Frage ist nicht ganz unberechtigt. Außerhalb der SPD-Linken, bei der sich Sieling inhaltlich zuhause fühlt, und jenseits der aufmerksamsten Politikmedien-Konsumenten dürfte der bisherige Bundestagsabgeordnete für Fragezeichen gesorgt haben. Ein politisches Schwergewicht ist der norddeutsche Ministerpräsident in spe nicht.

Stellt sich nur die Frage: Wer ist eigentlich der aussichtsreiche Parteien-Nachwuchs, der künftig von sich reden machen wird? Wo sind die neuen Merkels, Gabriels, Schäubles, die uns in Zukunft regieren wollen? Ein kleiner Rundgang durch das Personal der Parteien – in Bund und Ländern.

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CDU – Das Undenkbare denken

Wer kommt nach Merkel? Das sind eigentlich zwei Fragen: Wer würde ihr im Regierungsamt folgen, wenn sie nicht mehr Kanzlerin ist? Und wer könnte überhaupt als Parteichef die CDU anführen?

Sollte der Kanzlerin ein Blumentopf auf den Kopf fallen (eine unter Journalisten immer wieder gern gestellte Frage), dann gelten seit Jahren zwei Parteileute als potenzielle Nachfolger fürs Kanzleramt: Ursula von der Leyen und Thomas de Maizière.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen kommt beim breiteren Publikum gut an und hat schon als Arbeits- und noch früher als Familienministerin bewiesen, dass sie schlau und zäh ist, dass sie das politische Geschäft versteht. Sie weiß sich und ihre Ideen in der Öffentlichkeit zu verkaufen, sie weiß, wann sie vorpreschen kann. Dennoch hat sie in der Bundestagsfraktion und der eigenen Partei viele Neider und nie besonders viel Rückhalt in den eigenen Reihen genossen.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere ist preußisch pflichtbewusst und galt lange als erster Anwärter. Keiner hat das Regierungsgeschäft neben Angela Merkel länger betrieben, er war bereits Kanzleramtsminister und Verteidigungsminister. Kaum einer gilt als ähnlich staatstragend wie er. Doch sein Ruf als eher uneitler wie fleißiger Staatsdiener hat mit Geheimdienstaffären und Rüstungsskandalen gelitten.

In der Partei gilt Julia Klöckner, Oppositionsführerin in Mainz, als aufstrebende Kraft. Sollte sie 2016 Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz werden, wäre sie endgültig in der ersten Reihe gelandet. Bis auf weiteres erreicht sie bei CDU-Parteitagen stets das mit Abstand beste Ergebnis als Parteivize.  

Außenseiterchancen auf ein wichtigeres Amt hat noch Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin im Saarland. Sie kommt allerdings aus einem kleinen Landesverband und ist vielen in der CDU zu mittig – aber das ist für andere in der Partei gerade ein Vorteil für AKK, wie sie genannt wird. Sie könnte Frauen und Leute aus der Mittelschicht ansprechen, die nicht immer CDU wählen.

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