Neulich….beim Läusekämmen: Lausalarm im Vorzimmer von Frau Künast

kolumneNeulich….beim Läusekämmen: Lausalarm im Vorzimmer von Frau Künast

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Kolumne

Läuse sind eine wahre Plage, und weil niemand gerne darüber spricht, vermehren sie sich fröhlich weiter. Ein Erfahrungsbericht.

Hier, an dieser Stelle, ist diese Woche Zeit für ein Geständnis: Ja, meine Kinder hatten auch schon Läuse. Drei Mal sogar.

Beim ersten Mal fiel ich fast in Ohnmacht. Mein Sohn hatte einen Zettel aus der Schule mit nach Hause gebracht. „Bitte untersuchen Sie sorgfältig den Kopf Ihres Kindes“, stand darauf. Und dass wir, sollten wir betroffen sein, „eine ärztliche Bescheinung über die Lausfreiheit“ bräuchten, damit unser Kind wieder am Unterricht teilnehmen darf. „Pah, wir doch nicht“, dachte ich und zog ein paar Haare meines Sohnes nach oben. Diese kleinen Pünktchen sind bestimmt nur Schuppen, wollte ich gerade sagen – als ein größeres Pünktchen plötzlich zu krabbeln anfing. Lausalarm!

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Um es kurz zu machen: Die nächsten anderthalb Stunden verbrachte mein Sohn mit einer Packung stinkendem „Goldgeist forte“ auf dem Kopf in der Badewanne und ich den ganzen Abend mit Wäschewaschen. Am darauf folgenden Tag dasselbe mit einer Flasche „Pedicul“, denn die kleinen Biester krabbelten unbeeindruckt weiter und eine befreundete Mutter behauptete, dass die meisten Läuse längst gegen Goldgeist resistent seien. Noch einen Tag später verlor die  Familie auf einen Schlag drei Generationen von Kuscheltieren, weil mein Mann sämtliche Teddys, Äffchen und Schäfchen in zwei Müllsäcke gestopft hatte – „das macht man so, damit die Läuse ersticken“ – und die Säcke am nächsten Morgen schlaftrunken in den Container im Hinterhof warf. Noch einen Tag später wurden wir beim Kinderarzt von einer flüsternden Sprechstundenhilfe in eines dieser Nebenzimmer geleitet, auf denen „Kinder mit roten Flecken hier hinein“ steht.

Immerhin: Wir mussten noch unterschreiben, dass wir die Pedicul-Prozedur nach neun Tagen wiederholen – dann nämlich schlüpfen neue kleine Läusebabys, falls man ein paar Nissen übersehen hat. Schließlich gab uns der Arzt die Bescheinigung, und wir waren die Plage los.

Doch nur für ein paar Monate. Dann klingelte das Handy, ich stand gerade im Vorzimmer von Renate Künast, mit der ich ein lange verabredetes Interview führen sollte. „Bitte holen Sie sofort Ihre Kinder ab, sie haben Läuse.“ Es war eine Kita-Erzieherin meiner beiden Kleinen.  Ich stellte mir kurz das Gesicht der Grünen-Fraktionschefin vor, wenn ich wegen Läusebefalls absagen würde - und alarmierte dann unsere Babysitterin. Abends setzten wir  die beiden Kleinen vor den Fernseher. Sie mussten drei Bibbi-Blocksberg-Filme lang warten, bis das Läusemittel ins Haar eingezogen war. Auch bestand ich diesmal darauf, dass der älteste Sohn zum Friseur musste. Vorsorglich, auch wenn sich die Mädchen aus der Parallelklasse dann nicht mehr für ihn interessierten, weil sie nur Jungs mit langen Haaren toll finden, wie mein Sohn zeterte.

Auch diese Läuseattacke überstanden wir.

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