
ali PARIS. In den Schlüsselressorts gibt es nur wenige Änderungen. Chirac-Rivale Nicolas Sarkozy übernimmt das aufgewertete Innenministerium und wird die Nummer zwei der Regierung. Der 50-Jährige, der schon 2002 bis 2004 das Innenressort leitete, behält zudem den Vorsitz der Regierungspartei UMP. Der bisherige Gesundheitsminister Philippe Douste-Blazy löst Außenminister Michel Barnier ab, der der neuen Regierung nicht mehr angehört. Barnier war federführend an der erfolglosen Kampagne zur Annahme der EU-Verfassung beteiligt. Wirtschafts- und Finanzminister bleibt Thierry Breton. Auch Arbeits- und Sozialminister Jean-Louis Borloo behält seinen Posten, obwohl sein milliardenschweres Beschäftigungsprogramm bislang keine Wirkung bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gezeigt hat. Das Verteidigungsministerium leitet weiter Michèle Alliot-Marie. Die neue Regierung gilt als spannungsgeladen, denn der Chirac ergebene Premier de Villepin und sein Innenminister sind nicht immer einer Meinung, etwa bei der Reform des französischen Sozialmodells. Sarkozy räumte am Donnerstag in einem TV-Interview ein, dass es zwischen ihm und de Villepin Differenzen gegeben habe. Er machte sich erneut für einen echten Politikwechsel stark. De Villepin, der am Mittwoch die Eckpunkte seiner Regierungspolitik vorstellen will, ließ bislang nicht durchblicken, dass er dazu bereit ist. Er erklärte lediglich, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu seiner Priorität zu machen.












