
Symbolisch soll heute Nachmittag eine digitale Schuldenuhr auf Null springen. Oberbürgermeister Joachim Erwin will dann mit Freibier mit den Bürgern anstoßen. „Dies ist ein historischer Tag für Düsseldorf, den wir gemeinsam feiern sollten“, sagt der CDU-Politiker. Vor acht Jahren stand die Rheinmetropole noch mit über 1,5 Milliarden Euro in der Kreide. Wie Dreseden sanierte sich Düsseldorf vor allem durch die Trennung von Tafelsilber. Am 10. September gab die Landeshauptstadt im Zuge einer vereinbarten Option rund 5,6 Millionen RWE- Aktien an die WestLB ab. Die Stadt kassierte für den Anteil von einem Prozent rund 360 Millionen Euro. Zuvor brachte die Veräußerung von Stadtwerke-Anteilen an den Energieversorger EnBW 800 Millionen Euro. Die meisten Städte schreiben unterdessen trotz inzwischen wieder sprudelnder Gewerbesteuereinnhamen weiter rote Zahlen, wie der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, erklärte. Im vergangenen Jahr habe es zwar wieder einen Überschuss im kommunalen Gesamthaushalt gegeben. „Die langfristigen Schulden der Kommunen konnten 2006 um zwei Milliarden Euro abgebaut werden, aber die Kassenkredite erhöhten sich um rund vier Milliarden Euro. Unter dem Strich hat sich die Verschuldung also um zwei Milliarden Euro erhöht“, erläuterte Articus.













