Öffentlicher Dienst: Gewerkschaften weiten Warnstreiks aus

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Öffentlicher Dienst: Gewerkschaften weiten Warnstreiks aus

, aktualisiert 18. März 2014, 10:59 Uhr
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Für Dienstag hat die Gewerkschaft Verdi landesweit Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zu Warnstreiks aufgerufen.

Vor den nächsten Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst lassen die Gewerkschaften die Muskeln spielen: In Nordrhein-Westfalen werden dies viele Berufspendler unangenehm zu spüren bekommen.

Kurz vor der zweiten Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst weiten die Gewerkschaften die Warnstreiks stark aus. Allein in Nordrhein-Westfalen hat die Gewerkschaft Verdi für diesen Dienstag mehr als 45 000 Beschäftigte zur Niederlegung der Arbeit aufgerufen, darunter mehr als 10.000 Angestellte im öffentlichen Nahverkehr. Es wird mit massiven Behinderungen gerechnet. Mit den Aktionen will Verdi Druck in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen erzeugen. "Wir verzeichnen seit dem Morgen eine enorm hohe Beteiligung", sagte ein Verdi-Sprecher am Dienstag. An den Ausständen würden sich im Laufe des Tages sicher mehr als 45.000 Beschäftigte beteiligen. Die Warnstreiks hätten bereits um 03.00 Uhr im öffentlichen Nahverkehr begonnen. Busse und Bahnen seien an Rhein und Ruhr in den Depots geblieben. Auch Beschäftigte der Müllabfuhr, von Kindertagesstätten, Verwaltungen und Sparkassen hätten sich am Ausstand beteiligt. Auch in anderen Ländern wie Bayern, Hessen und Brandenburg soll die Arbeit niedergelegt werden.

"Auf zarte Hinweise reagiert die Arbeitgeberseite heutzutage leider gar nicht mehr, deshalb müssen wir gleich deutlich werden", hatte der Verdi-Sprecher in NRW gesagt. Die Tarifverhandlungen gehen am Donnerstag weiter. Die Gewerkschaften fordern eine Anhebung der Gehälter um 100 Euro und zusätzlich einen Lohnzuwachs von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber lehnen dies ab, haben bisher aber kein eigenes Angebot vorgelegt. Der Deutsche Städtetag kritisierte die Warnstreiks. „Damit ist niemandem geholfen“, sagte Hauptgeschäftsführer Stephan Articus der „Passauer Neuen Presse“ (Dienstag). „Keiner will den Beschäftigten angemessene Entgelterhöhungen verwehren.“ Es müsse aber auch der begrenzte finanzielle Spielraum der Kommunen beachtet werden. „Die Haushaltslage vieler Städte ist weiterhin mehr als schwierig.“

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Der designierte neue Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, sagte dagegen der „Passauer Neuen Presse“, die Einkommen im öffentlichen Dienst hätten sich in den vergangenen Jahren von der Lohnentwicklung in der Industrie abgekoppelt. „Diese Lohnlücke muss wieder geschlossen werden.“ Es gehe auch darum, die Kaufkraft im Inland und damit die Konjunktur zu stärken. „Da können sich Bund und Kommunen nicht aus der Verantwortung stehlen.“

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