Öffentlicher Haushalt: Deutscher Schuldenberg wächst deutlich

Öffentlicher Haushalt: Deutscher Schuldenberg wächst deutlich

Der Bund, Länder und Gemeinden haben im Jahr 2012 mehr Schulden gemacht als im Vorjahr. Am stärksten stiegen die Verbindlichkeiten der Bundesländer.

Der deutsche Schuldenberg ist kräftig gewachsen. Bund, Länder und Kommunen einschließlich aller Extrahaushalte standen am 31. Dezember mit 2,0718 Billionen Euro in der Kreide. Damit erhöhte sich der Schuldenstand binnen eines Jahres um 2,1 Prozent oder 41,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Trotz des deutlichen Anstiegs ist das kein Rekord: Mitte des vergangenen Jahres lagen die Verbindlichkeiten sogar bei 2,082 Billionen Euro.

Ein Grund für diese Entwicklung sind die Bad Banks: Der Bund trägt als Eigentümer das Risiko für Verluste der verstaatlichten Immobilienbank HRE, deren toxische Wertpapiere und Kredite in die FMS Wertmanagement ausgelagert wurden. Für Verluste der WestLB steht Nordrhein-Westfalen gerade.

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Kommunen schaffen Überschuss
Die Schulden des Bundes erhöhten sich um 0,5 Prozent auf 1,2893 Billionen Euro. Die Länder waren mit 649 Milliarden Euro verschuldet. Dies entsprach einem Zuwachs von 5,0 Prozent. Die Verbindlichkeiten der Gemeinden und Gemeindeverbände stiegen um 2,8 Prozent auf 133,6 Milliarden Euro. Die Schulden der kommunalen Zweckverbände sowie der Sozialversicherung sind in dieser vierteljährlichen Statistik nicht enthalten.

Die Kommunen schafften 2012 einen Überschuss von rund 900 Millionen Euro. 2011 hatte es noch ein Minus von 2,9 Milliarden Euro gegeben. Ein Grund für die positive Entwicklung sind steigende Steuereinnahmen durch die robuste Konjunktur. Die Einnahmen kletterten um 3,2 Prozent, während sich die Ausgaben nur leicht um 1,2 Prozent erhöhten.

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