Öffentlicher Nahverkehr: Mehr Schwarzfahrer in Bussen und Bahnen

exklusivÖffentlicher Nahverkehr: Mehr Schwarzfahrer in Bussen und Bahnen

von Christian Schlesiger

In sieben der 15 größten deutschen Städten ist der Anteil der Schwarzfahrer gestiegen, trotz erhöhter Geldstrafen. Der Schaden wird auf 300 Millionen Euro geschätzt.

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Die Städte bekommen die Probleme mit Schwarzfahrern im Nahverkehr nicht in den Griff.

Die Städte bekommen die Probleme mit Schwarzfahrern im Nahverkehr nicht in den Griff. Seit zwei Jahren müssen Fahrgäste ohne gültiges Ticket 60 statt 40 Euro zahlen, dennoch hat sich die Schwarzfahrerquote in sieben der 15 größten Städte Deutschlands erhöht. Das ergibt eine Umfrage der WirtschaftsWoche bei den Nahverkehrsunternehmen. So erwischte Hamburg bei Kontrollen in Bussen, U-Bahnen und S-Bahnen 2016 knapp 167.000 Fahrgäste ohne gültigen Ausweis.

Die Quote stieg von 3,8 auf 4,2 Prozent. Auch in Essen, Stuttgart, Dortmund, Bremen, Nürnberg und Dresden stieg die Schwarzfahrerquote bei Bussen und Bahnen. In Berlin, Köln, Leipzig, Hannover und Duisburg ging sie zurück.

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Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen schätzt laut WirtschaftsWoche den Schaden auf 300 Millionen Euro pro Jahr. Er fordert deshalb ein Bußgeld für Wiederholungstäter von 120 Euro. Notorische Schwarzfahrer können Geldstrafen kaum schrecken. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben wurde jeder zweite Bußgeldbescheid nicht beglichen. Das Unternehmen beauftragt dann Inkassofirmen. In 11.432 Fällen stellte die BVG Strafanzeige.

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