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Ökonom Arthur Laffer im Interview: „In Top-Form“

von hauke.reimer@wiwo.de

Warum Ökonom Arthur Laffer für die US-Wirtschaft und Aktien optimistisch ist.

WirtschaftsWoche: Herr Laffer, steckt die US-Wirtschaft in der Krise? Laffer: Nein. Sie ist in Top-Form. Und die Subprime-Probleme... ...sind Zeichen einer Kreditverknappung. Wir erleben zurzeit einen ganz normalen Wendepunkt in der Geldnachfrage. Seit 2003 sind die Zinsen von einem auf fünf Prozent gestiegen, das Wachstum fiel von 6,5 auf unter ein Prozent Anfang 2007. Deshalb kollabierte die Geldnachfrage. Um Inflation zu verhindern, musste die Fed das überschüssige Geldangebot durch höhere Geldnachfrage aushebeln. So provozierte sie diesen Wendepunkt. Und eine Kreditklemme? Ja, aber die ist kein ernsthaftes Problem, schon gar nicht für die Weltwirtschaft. Wir haben keine Rezession. Die kann aber noch kommen. Nein. Die Fed hat die Zinsen gesenkt und so einen exzellenten Job gemacht. Die langfristigen Zinsen liegen unter vier Prozent, das signalisiert Aufschwung. Die Fed wird weiter senken können, denn es gibt keine Inflation. Die Rohstoffpreise werden fallen und der Dollar sich stabilisieren. Es gibt keine Bankenkrise? Nein, wir sehen eine Bereinigung. Banken, haben Kredite vergeben, die sie besser nicht vergeben hätten. Oder sie haben sie innovativ verpackt. Alle neuen Finanzinstrumente bestimmen nur, wer den Verlust trägt. Wenn am Anfang der Kette ein Haus von 100 auf 90 Dollar fällt, muss jemand zehn Dollar verlieren. Das ist nicht der Weltuntergang. Banken verkraften die Abschreibungen? Ja. Und danach werden sie toll verdienen. Sie können zu den aktuellen Sätzen günstig Geld aufnehmen und teuer verleihen. Sind Sie auch optimistisch für US-Aktien? Klar, die sind sehr billig. Killer eines Börsenaufschwungs wären Steuererhöhungen und Regulierung. Zurzeit droht da nichts – erst wenn die Demokraten ans Ruder kommen. Ab Mitte 2009 könnte es dann nach unten gehen.

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