Zurück aus dem Urlaub gab Steinbrück der „Süddeutschen Zeitung“ Mitte August 2012 ein ausführliches Interview. Thema Nummer 1 war selbstverständlich die Euro-Krise. Zu dem Vorstoß von SPD-Chef Sigmar Gabriel, dass die Euro-Länder auf längere Sicht gemeinsam für ihre Schulden haften sollten, sagte Steinbrück: „Wenn Europa die richtige Antwort auf die Katastrophen des 20. Jahrhunderts ist, und wenn Europa die richtige Antworten auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ist, dann wird sich dieses Europa einig aufstellen müssen.“

Wenn Rösler für die FDP in Niedersachsen 9,9% holt, dann kann Steinbrück auch Kanzler werden. Zutaten hierzu: 1. Fehler von Merkel und/oder Verschärfung der Eurokrise - 2. Der deutsche Blätterwald findet Gefallen daran, den SPD-Kandidaten auf das Schild zu heben - 3. Erhöhte Unzufriedenheit wegen Steuererhöhungen etc. pp - sehr schnell wandern die nötigen 5% von rechts nach links.

Herr Steinbrück hatte noch im Sommer 2008 bzgl. Finanzkrise - welche bereits andere EU-Länder erreicht hatte - für Deutschland abgewunken, beschwichtigt. Was danach kam, wissen wir. Ähnliches hörten wir noch im Frühjahr von unseren jetzigen Wirtschaftspolitniks. Nachdem bspw. Daimler eine Schicht streich, Audi in Neckarsulm eine Woche Produktionsstop einlegt, dämmert es so langsam, wo die Reise erneut hingeht. Auch in verschiedenen Talk-Shows, wohin Steinbrück sich scheinbar gern präsent zeigt, findet man jede Menge Polemik in seinen Äußerungen.
Auch wenn ich die Merkel nicht sonderlich mag, so ist sie derzeit auf jeden Fall die clevere Alternative für Deutschland.

Steinbrück schau in den Spiegel: Wer zuerst den Rauswurf Griechenlands verlangt und dann den Wendehals mimt mit der der Bemerkung: Griechenland müsse nun plötzlich viele Jahre Zeit gegeben werden, ist als Kanzlerkandidat nicht tragbar und in keinster Wese glaubwürdig!