Wenig später greift Steinbrück in dem Interview die Regierungskoalition an: „Wir sind im Zeitalter der Rettungsschirme längst in einer Haftungsgemeinschaft, an der die verbalen Kraftprotze von Union und Liberalen mitgewirkt haben. Umso dümmlicher sind die Vorwürfe von FDP und CSU, die SPD plädiere für einen ,Schuldensozialismus’.“

Wenn Rösler für die FDP in Niedersachsen 9,9% holt, dann kann Steinbrück auch Kanzler werden. Zutaten hierzu: 1. Fehler von Merkel und/oder Verschärfung der Eurokrise - 2. Der deutsche Blätterwald findet Gefallen daran, den SPD-Kandidaten auf das Schild zu heben - 3. Erhöhte Unzufriedenheit wegen Steuererhöhungen etc. pp - sehr schnell wandern die nötigen 5% von rechts nach links.

Herr Steinbrück hatte noch im Sommer 2008 bzgl. Finanzkrise - welche bereits andere EU-Länder erreicht hatte - für Deutschland abgewunken, beschwichtigt. Was danach kam, wissen wir. Ähnliches hörten wir noch im Frühjahr von unseren jetzigen Wirtschaftspolitniks. Nachdem bspw. Daimler eine Schicht streich, Audi in Neckarsulm eine Woche Produktionsstop einlegt, dämmert es so langsam, wo die Reise erneut hingeht. Auch in verschiedenen Talk-Shows, wohin Steinbrück sich scheinbar gern präsent zeigt, findet man jede Menge Polemik in seinen Äußerungen.
Auch wenn ich die Merkel nicht sonderlich mag, so ist sie derzeit auf jeden Fall die clevere Alternative für Deutschland.

Steinbrück schau in den Spiegel: Wer zuerst den Rauswurf Griechenlands verlangt und dann den Wendehals mimt mit der der Bemerkung: Griechenland müsse nun plötzlich viele Jahre Zeit gegeben werden, ist als Kanzlerkandidat nicht tragbar und in keinster Wese glaubwürdig!