Bild: dpaDer Entwurf für den Bundeshaushalt 2013 sieht folgende Ausgaben vor
Gesamtausgaben: 302,2 Milliarden Euro
Investitionen: 34,3 Milliarden Euro
Neuverschuldung: 18,8 Milliarden Euro
Bild: dpaDem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble stehen laut Entwurf 4.996 Milliarden Euro zur Verfügung.
Die kleinen Ressorts im Überblick:
Auswärtiges Amt: 3,452 Milliarden Euro
Kanzleramt: 1,952 Milliarden Euro
Umwelt: 1,645 Milliarden Euro
Bundestag: 726 Millionen Euro
Justiz: 595 Millionen Euro
Bundesrechnungshof: 132,85 Millionen Euro
Bundespräsident: 32,24 Millionen Euro
Bundesverfassungsgericht: 45,13 Millionen Euro
Bundesrat: 22,81 Millionen Euro
Bild: dpaDas Ressort Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, unter Leitung von Ministerin Ilse Aigner, erhält 5,26 Milliarden Euro.
Bild: dapdDer Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich erhält 5,845 Milliarden Euro.
Bild: dapdDer Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler kann vorläufig mit 6,18 Milliarden Euro planen.
Bild: dapdDem Entwicklungshilfeministerium, geleitet von Dirk Niebel, erhält 6,42 Milliarden Euro.
Bild: dpaFür das Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, unter Leitung von Kristina Schröder sind 7,128 Milliarden Euro eingeplant.
Bild: dapdFür das Bildungs- und Bundesforschungsministerium stehen Annette Schavan vorläufig 13,752 Milliarden Euro zur Verfügung.
Bild: dapdDem Bundesgesundheitsministerium unter Daniel Bahr erhält vorläufig 12,489 Milliarden Euro.
Bild: dpaFür die Allgemeine Finanzverwaltung sind 20,502 Milliarden Euro vorgesehen.
Der Entwurf für den Bundeshaushalt 2013 sieht folgende Ausgaben vor
Gesamtausgaben: 302,2 Milliarden Euro
Investitionen: 34,3 Milliarden Euro
Neuverschuldung: 18,8 Milliarden Euro
Ein angeblich vom Finanzressort geplantes Sparpaket zu Lasten von Rentnern, Familien und Geringverdienern empört SPD und Grüne. Die Opposition warf Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Wochenende vor, die Wähler bewusst zu täuschen, und forderte ihn zu einer Klarstellung auf. „Das ist Haushaltspolitik à la Schäuble“, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel der Deutschen Presse-Agentur. „Vor der Wahl wird das Geld mit vollen Händen zum Fenster rausgeschmissen - um etwa mit dem Betreuungsgeld so etwas wie einen brüchigen Koalitionsfrieden zu erkaufen. Nach der Wahl sollen dann die Grausamkeiten kommen.“
Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums hatte allerdings einen „Spiegel“-Bericht als falsch zurückgewiesen, wonach Schäuble das umfangreiche Sparpaket für die nächste Legislaturperiode ausarbeiten lasse. Vielmehr gehe es um das Ziel, bereits im nächsten Jahr einen strukturell ausgeglichenen Bundeshaushalt zu erreichen.
Der stellvertretende SPD-Fraktionschef im Bundestag, Joachim Poß, verlangte: „Der Bundesfinanzminister muss die Karten auf den Tisch legen - und zwar dringend.“ Es verwundere nicht, dass Schäuble seine Pläne vor der Niedersachsen-Wahl im Januar geheimhalten wolle.
Auch der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, will sich mit einem „halbseidenen Dementi aus dem Ministerium“ nicht zufriedengeben. Schäuble müsse sich „klar und eindeutig zu diesem unsozialen Horror-Katalog erklären“. Gysi fügte hinzu: „Es wäre nicht das erste Mal, dass von Seiten der Regierung Testballons gestartet werden, um zu sehen, wie weit man insbesondere nach einer Wahl gehen kann.“
Mehrwertsteuer muss reformiert werden
Es erwecke „schlimmste Befürchtungen“, dass über eine Erhöhung des 7-Prozent-Mehrwertsteuersatzes zum Beispiel für Lebensmittel und Bücher auf 19 Prozent, eine Verschiebung des Renteneintritts auf 68 oder 69 Jahre oder eine Kürzung der Witwenrenten nachgedacht werden solle, so Gysi.
Die FDP stellte Bedingungen: „Der Finanzminister sollte mit einer Mehrwertsteuerreform nicht versuchen, den Bundeshaushalt zu sanieren“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Volker Wissing der „Welt am Sonntag“. Eine Reform, die die Bürger zusätzlich belaste, sei mit der FDP nicht zu machen. „Wenn es zu Mehreinnahmen kommt, muss man sie den Bürgern an anderer Stelle zurückgeben.“ Die FDP sehe grundsätzlich dringenden Reformbedarf bei der Mehrwertsteuer, sagte Wissing. „Wir sind bereit, uns mit voller Kraft einzubringen. Der jetzige Mehrwertsteuerkatalog ist historisch überholt und unlogisch.“
















