Parteitag der Grünen: Özdemir weist Gerüchte über informelle Treffen mit FDP zurück

Parteitag der Grünen: Özdemir weist Gerüchte über informelle Treffen mit FDP zurück

, aktualisiert 30. September 2017, 13:14 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Der Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir kritisiert Angela Merkels Umgang mit den Bundestagswahlergebnis. Zugleich äußert sich Özdemir zu Gesprächen über eine mögliche Jamaika-Koalition.

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„Ich weiß nicht, ob es uns hilft gegen die AfD, wenn alle die Wahlanalyse jetzt so machen, dass sie sagen, dass niemand etwas falsch gemacht hat“

BerlinDer Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel indirekt vor, sich nicht ehrlich mit dem Ergebnis der Bundestagswahl auseinanderzusetzen. „Ich weiß nicht, ob es uns hilft gegen die AfD, wenn alle die Wahlanalyse jetzt so machen, dass sie sagen, dass niemand etwas falsch gemacht hat“, sagte Özdemir am Samstag bei einem kleinen Parteitag der Grünen in Berlin. Merkel hatte nach der Bundestagswahl erklärt, sie wüsste nicht, was sie falsch gemacht habe. Die Union war vergangenen Sonntag bei der Bundestagswahl auf 32,9 Prozent gefallen, 2013 hatten noch 41,5 Prozent für die CDU/CSU gestimmt. Vor allem an die AfD hatte die Union Wähler abgegeben.

Özdemir wies Meldungen zurück, die Spitzen von FDP und Grünen hätten sich bereits auf die Verteilung von Ministerien in informellen Gesprächen über eine Jamaika-Koalition verständigt: „Es gab diese Treffen weder vor der Wahl noch nach der Wahl.“ Er versicherte: „Es gibt da keine Parallelverhandlungen, um das mal ganz klar zu sagen.“ Vor allem im linken Parteiflügel hatten die Berichte Empörung ausgelöst. Özdemir und Co-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt zählen dagegen zu den Realos. Der linke Flügel steht einem Jamaika-Bündnis von CDU, CSU und FDP viel skeptischer gegenüber als die Realos.

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Der kleine Parteitag soll Sondierungen mit Union und FDP billigen. Die knapp hundert Delegierten sollen über einen Entwurf des Bundesvorstands abstimmen, in dem „ökologischer Fortschritt“ und „mehr soziale Gerechtigkeit“ als Ziele einer neuen Bundesregierung gefordert werden. Zudem pochen die Grünen auf eine „humanitäre Flüchtlingspolitik.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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