Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
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4 KommentareDie im "Spiegel" abgedruckte Abschiedsrede von Peer Steinbrück vor der SPD-bundestagsfraktion zeigt in erschütternder Weise die Selbstzerstörung dieser Traditionspartei. Die Parteitags-Delegierten taumeln jetzt hinter völlig unfähigen "Lichtgestalten" wie Gabriel, Nahles und Wowereit in Richtung Abgrund. Die undemokratische interne Postenschacherei dieser drei Karrierieristen scheint ebenso wenig zu stören wie die Tatsache, daß man nur zwei Monate nach der Wahl die plakativ beworbenen Leistungsträger Steinbrück und Müntefering brutalstmöglich entsorgt hat. Kein Zweifel, daß auch die Tage von Steinmeier gezählt sind. Die Partei-Linken haben geputscht, ohne auf die idee zu kommen, die basis zu befragen. in Dresden sollen die Delegierten jetzt zu willfährigen Abnickern degradiert werden. Das neue Parteiprogramm erschöpft sich darin, die SED-Nachfolgepartei links zu überholen und - wie in brandenburg - mit früheren Stasi-Tätern zu paktieren. ich habe vorige Woche mein Parteibuch zurück nach berlin geschickt.
im Falle eines Falles
tut Nahles wirklich Alles.
Warum nicht gehen mit den Linken
wenn schöne neue Ämter winken.
So meint die Dicke unverdrossen:
Wir sind doch alle nur Genossen.
Es stören eigentlich nur die Wähler,
die gehn ihr richtig auf den Zähler.
Mit Siggi, Wowi aus der Krise
das ist die neue Wunschdevise.
Wichtig ist, sie ist dabei,
alles andere ist einerlei.
Die SPD stürzt tief ins Tal,
das ist ihr wirklich ganz egal.
Das Trio wird die Welt schon retten,
auch wenn niemand will drauf wetten.
Wichtig ist, man hat die Macht,
für Deutschland heißt das gute Nacht.
Es ist erschreckend, wie angeblicher Qualitätjournaismus ein ums andere Mal Fakten mit ideologischen Meinungsbekundungen verquickt und so Stimmungsmache betreibt; die informationen muss man sich mühsam rausdestillieren, dabei sollte das ja mal der Job des Journalisten sein.
Da hat sich ein Teil der SPD-Führung, nach einem historischen Niedergang, mal wieder auf die sozialdemokratischen Denkfundamente berufen, schon schreit es wieder "Linksrutsch!" Wer keine Sozialdemokratie will in Deutschland, darf dies sagen; aber ihr vorwerfen, mal wieder eine solche sein zu wollen, ist den Lesern gegenüber unverschämt.
Und was hier alles als "links" herhalten muss: das Nachdenken über „die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums“, kritische betrachtung des "globalisierten Kapitalismus": schwupps, das kann nur links sein! Das es als solches auch gleich ibäh ist, wird schon gar nicht mehr gesagt, sondern vorausgesetzt. Der Neoliberalisumus hat erst das Denken von Alternativen zum No-Go-erklärt; jetzt soll wohl das Denken als solches diskreditiert werden?
Kein Unternehmer in der SPD = "gelebter Antikapitalismus" insinuiert die Autorin. Als ob Kaitalismus nur aus Unternehmern bestünde. Es sind ja wohl doch (noch) überwiegend die Arbeiter und Angestellten, die den Laden am Laufen halten. "Der wirtschaftsnahe Flügel" wird von der Autorin gleich mal als Gegenpol zur linken Gruppe definiert, als ob es dort keinen wirtschaftiche Sachvestand gäbe - und sie offenbart damit ihre für eine Journalistin erschreckend engen Scheuklappen.
So legt sie denn auch im letzten Absatz nahe, dass Arbeitnehmer und Arbeitslose wohl eher nicht "Leistungsträger" sind oder werden könnten. Klar, wer was leistet muss ja auch Unternehmer sein, notfalls reicht auch einer, der gerad seinen Laden in den Konkurs geführt hat.
So ein billig-polemischer Meinungsjournalismus ist erbärmlich. Schade um die Wiwo.
Lasst euch von den Linken und dem linken Flügel der SPD nichts einreden, Leute! Das ist das Allerletzte und lauter Lügner!
Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
Kommentare zu: Widerstand gegen den Linkskurs in der SPD
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