Partnerschaft auf Augenhöhe: Gabriel fordert mehr Investitionen von China

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Partnerschaft auf Augenhöhe: Gabriel fordert mehr Investitionen von China

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Bei einem Gesprächsforum der Deutschen Bank zu deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen begrüßen sich der Vorsitzende der chinesischen Bank ICBC, Jiang Jianquing und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) im Beisein von Jürgen Fitschen, Co-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank.

China und Deutschland sind die zwei größten Exportnationen der Welt. Trotzdem halten sich die chinesischen Unternehmen mit Engagements hierzulande zurück. Gabriel fordert eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat chinesische Unternehmen zu mehr Investitionen in Deutschland aufgerufen. „Hier gibt es noch Nachholbedarf“, sagte der Vizekanzler am Mittwoch in Berlin auf einer Veranstaltung der Deutschen Bank: „Wir haben einiges zu bieten.“

Das Interesse an Deutschland sei noch zu gering, so Gabriel vor Spitzenvertretern der deutschen und chinesischen Wirtschaft. Chinesische Unternehmen hätten nur knapp eine Milliarde Euro in der größten Volkswirtschaft Europas investiert. Dagegen engagierten sich mehr als 200 000 deutsche Firmen in China mit fast 40 Milliarden Euro.

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Nach Gabriels Worten geht es um eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Für den deutschen Mittelstand seien vor allem Berechenbarkeit, Rechtsstaatlichkeit und Verlässlichkeit wichtig. Der Mittelstand wolle sich gleichberechtigt fühlen: „Dazu gehören die Achtung geistigen Eigentums und der Verzicht auf einen erzwungenen Technologietransfer.“ Nur dann könnten Unternehmen eng kooperieren.

China verfolge das Ziel, ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell durchzusetzen. Der Umbau der Wirtschaft biete große Chancen für die Zusammenarbeit - etwa auf dem Energiesektor. Im vergangenen Jahr seien in China erstmals mehr erneuerbare Energien ans Netz gegangen als Kohlekraftwerke: „Wenn auf dem chinesischen Markt Bewegung ist, heißt das in der Regel, dass es im Rest der Welt auch so kommt.“

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Die chinesische Großbank ICBC kündigte an, ihr Deutschland-Geschäft auszubauen. Die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) habe vor allem gewerbliche Kunden sowie kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland im Fokus, sagte der Vorstandschef der nach der Bilanzsumme größten Bank der Welt, Jiang Jianquing. Nach Frankfurt würden in Berlin und Hamburg weitere Filialen eröffnet.

Die Entscheidung, den Finanzplatz Frankfurt zum Handelszentrum für die chinesische Währung Yuan (oder Renminbi) in der Euro-Zone aufzubauen, bezeichnete der ICBC-Chef als einen Meilenstein. Eine entsprechende Absichtserklärung hatten die Bundesbank und Chinas Zentralbank kürzlich unterzeichnet.

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