Patrick Döring: "Steuerzahler dauerhaft und verlässlich schützen"

Patrick Döring: "Steuerzahler dauerhaft und verlässlich schützen"

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FDP-Generalsekretär Patrick Döring.

von Henning Krumrey

Der neue FDP-Generalsekretär Patrick Döring will die kalte Progression auf Dauer abschaffen und setzt auf klassische liberale Themen.

WirtschaftsWoche: Herr Döring, was mögen Sie lieber: Brot und Butter oder Orchideen?

Döring: Da man Orchideen nicht essen kann, bevorzuge ich Brot und Butter. Und es ist ein schönes Symbol, dass die Brot-und-Butter-Themen der FDP mehr gebraucht werden denn je, weil alle anderen Parteien nach links rücken. Die FDP war in den Wahlkämpfen 2005 und 2009 so erfolgreich, weil sie realistische Perspektiven für das Leben der arbeitenden Mitte gegeben hat.

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Realität ist davon nicht viel geworden.

Diese Wahlperiode ist deutlich verschärfter als zu Beginn erwartet – von der Währungskrise bis zu den schrecklichen Ereignissen in Japan rund um die Kernenergie. Das waren turbulente, schwierige zwei Jahre. Wenn es darum geht, wie sich Deutschland ab 2013 entwickelt, wird klar, dass die linken Parteien ein Wohlstandsvernichtungsprogramm präsentieren. Wir müssen die Alternative deutlich machen.

Also nur noch Wahlkampf für 2013?

Die Bewältigung der Wirtschafts- und Währungskrise wird uns weiter begleiten. Und wir arbeiten den Koalitionsvertrag Schritt für Schritt ab. Das wird schwierig, aber in der Wirtschafts-, Gesundheits- und Europapolitik konnte man dieser Tage deutlich einen blau-gelben Faden sehen.

Wo, bitte, das denn?

Bei der Pflegereform, beim Nein zu neuen Mindestlöhnen, in der Energiepolitik. Die Preisspirale bei den erneuerbaren Energien darf sich nicht unendlich weiter drehen – wir setzen auf Marktfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Aber der größte Erfolg der jüngsten Tage ist der Brüsseler Gipfel. Wenn Sie sehen, woher wir in Europa in der Debatte kommen – Euro-Bonds, Banklizenz und so weiter –, dann muss man sagen: Das Ergebnis hätte uns keiner zugetraut. Erinnern Sie sich nur, wie ungläubig alle reagiert haben, als Rösler eine europäische Schuldenbremse gefordert hat. Das – und anderes mehr – kommt jetzt alles. Und in aller Bescheidenheit: Glauben Sie, dass wäre so gelaufen, wenn die Kanzlerin nicht von uns dazu, in aller Freundschaft und politischen Verbundenheit, ein bisschen motiviert worden wäre? Ohne die FDP hätte es diese Beschlüsse so nicht geben.

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