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Pensionslasten: Finanzexperten: Belastungen durch Beamtenpensionen explodieren

von Max Haerder und Mark Fehr

„Die Lage der Beamtenversorgung ist so alarmierend wie die Finanzkrise“, warnt die Finanzexpertin Gisela Färber von der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer.

Grund seien die explodierenden Pensionsansprüche der 1,7 Millionen deutschen Beamten. Das ergebe sich aus einer bisher unveröffentlichten Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Wenn der Staat ernsthaft bis zum Jahr 2050 vorsorgen will, muss er laut Färber 970 Milliarden Euro zurücklegen. Diese Summe entspricht fast 60 Prozent der aktuellen Staatsverschuldung in Höhe von knapp 1,7 Billionen Euro.

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Die Pensionskrise zieht sich durch alle öffentlichen Haushalte. Ökonomen der Universität Freiburg haben Niedersachsen und Baden-Württemberg einem Stresstest unterzogen und untersuchen momentan auch weitere Bundesländer. Diese müssten im Jahr 2040 bis zu einem Viertel ihrer Steuereinnahmen für die Beamtenversorgung ausgeben. Baden-Württembergs Finanzminister Willi Stächele (CDU) zweifelt bereits, ob der Staat sein Versorgungsversprechen an die Beamten und das  Pensionsniveau halten kann.

Schuld an der Misere sind eine verfehlte Personalpolitik sowie mangelnde Vorsorge. „Langfristig sind Angestellte kostengünstiger für den Steuerzahler“, sagt Karl Heinz Däke, Präsident des Bundes der Steuerzahler (BdSt). Ministerien rechneten die kommenden Pensionslasten gern per Abzinsung auf die Gegenwart klein. Das scheint kaufmännisch korrekt, bringt aber nichts, wenn die gesparten Rentenversicherungsbeiträge nicht verzinslich angelegt werden.

22 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 15.01.2011, 19:33 UhrAnonymer Benutzer: xman

    beamte sind doch teuere als Angestellte. Wie sollte es denn auch anders sein? Höheres Nettogehalt und höhere Rente muss zwangläufig zu höheren Kosten führen.


    http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_28_10/beitrag_3.html

  • 14.11.2010, 19:53 UhrAnonymer Benutzer: Izmir Übül

    @ Paul Meyer Zitat:"Jeder Akademiker mit halbwegs guter Anstellung / Position kann locker so viel zurücklegen aus seinem jetzigen Netto, um im Rentenalter so viel zu haben, wie eine zu versteuernde beamtenpension Pension"

    Sie haben einfach keine Ahnung, wovon Sie fabulieren. Es gibt immer mehr Akademiker, die trotz guter Ausbildung eine berufsfremde Tätigkeit ausüben müssen und entsprechend wenig verdienen bzw. nur noch schlecht dotierte & befristete Zeit- oder Honorarverträge bekommen. Die können keine private Altersvorsorge betreiben und werden irgendwann auf Grundsicherung (ca. 700 Euro) angewiesen sein, während die durchschnittliche (!) beamtenpension bei 2700 Euro liegt. Also erzählen Sie hier nicht so einen hanebüchenen Unsinn!

  • 05.05.2010, 23:35 UhrAnonymer Benutzer: Olaf870

    @Meyerhofer :
    Wenn Journalisten dem "Volk" Zusammenhänge erklären wollen, dann müssen Sie sich in diesem Fall - angesichts der Wichtigkeit des Themas - etwas mehr Mühe geben, wie ich finde.

    ich bezweifle zudem, dass der irrtum lediglich auf einem Schreibfehler beruht, denn es zahlt ja auch niemand vesehentlich 500 Euro für einen Liter Milch, wenn er normalerweise nur 50 Cent kostet. Dies wäre ein vergleichbarer irrtum um den Faktor 1000. Nicht nur wenn Zahlen ins Spiel kommen, merkt man im der deutschen Journalismus, dass die schlechten deutschen Ergebnisse von Pisa durchaus ihre berechtigung haben könnten. Zumindest die Grundrechenarten sollte man als Journalist man aber mal lernen, denn wenn man sich da verhaut, wird es nachprüfbar falsch. Das Geschriebene ist in anderen Kontexten zwar auch oft völliger Unsinn, nur dann nicht so schnell nachzuweisen.

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