Pensionslasten: Raffelhüschen: Pension für Beamte erst mit 68

Pensionslasten: Raffelhüschen: Pension für Beamte erst mit 68

von Cornelia Schmergal

Der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen hat zügige Reformen bei der deutschen Beamtenversorgung gefordert, um zukünftige Kostensteigerungen einzudämmen.

„Schon in der gesetzlichen Versicherung wird das Renteneintrittsalter ja schrittweise auf 67 erhöht. Da das demografische Problem bei den Beamten aber viel größer ist, müsste man das Renteneintrittsalter sogar auf 68 Jahre anheben, wollte man die gleiche Wirkung erzielen“, sagte Raffelhüschen der WirtschaftsWoche. Bei den Staatsbediensteten gäbe es einen doppelten Alterungseffekt: „Durch die Einstellungswelle der Sechzigerjahre werden gerade um das Jahr 2020 herum viele Beamte in Pension gehen. Außerdem gibt es noch ein anderes Problem: Beamte leben länger.“ Raffelhüschens Forderung: „Auch Beamte müssen künftig länger arbeiten – und dafür im Ruhestand weniger bekommen.“

Nach Aussage des Ökonomen geben die Länder derzeit durchschnittlich acht bis neun Prozent ihrer jährlichen Steuereinnahmen für ihre pensionierten Beamten aus. „In Zukunft wird sich dieser Wert mindestens verdoppeln, wenn nicht sogar auf bis zu 24 Prozent verdreifachen“, so Raffelhüschen. Sollten die Reformen nicht umgesetzt werden, erwartet der Finanzwissenschaftler deshalb vor allem bei den Bundesländern große Schwierigkeiten: „Dann werden die Länder ihre finanzielle Handlungsfähigkeit verlieren. Das Geld, das wir für ehemalige Beamte ausgeben, kann nicht für Bildung, Infrastruktur oder für andere Landesaufgaben ausgegeben werden.“

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