Personalie: Sarrazin: Ein Gewinn für die Bundesbank

KommentarPersonalie: Sarrazin: Ein Gewinn für die Bundesbank

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Es kommentiert WirtschaftsWoche-Redakteur Christian Ramthun

Berlins Finanzsenator wechselt nach Frankfurt. Dort verleiht Thilo Sarrazin der Zentralbank politische Statur.

Scharfer Verstand, politisches Gespür, fundiertes Wissen und ein gerades Rückgrat – Thilo Sarrazin gehört zu einer seltenen Spezies in Deutschland. Als Finanzsenator hat er das chronisch defizitäre Bundesland Berlin an die Kandare genommen und 2008 in schwarze Zahlen gezogen, ein kleines Wunder.

Nun geht Sarrazin zur Bundesbank. Im Vorstand wird der 64-jährige alles andere als einen Vorruhestand genießen. Er wird der Zentralbank in den Medien zu einer neuen Rolle verhelfen, die sie derzeit nur in freimaurerischer Verschwiegenheit ausübt. Während Bundesbank-Präsident Axel Weber hinter den Kulissen wirkt, dürfen wir davon ausgehen, dass Sarrazin die Bundesbank öffentlich positionieren und mit betulichen Behördenpraktiken brechen wird. Sarrazin wird frischen Wind in den verstaubten Betonbau bringen, so wie er in Berlin den Behördenapparat aus dem alten Trott brachte und dazu zwang, perspektivisch zu denken.

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Die Zentralbank muss für die Stabilität der Finanzmärkte und unserer Banken sorgen, eine gigantische Aufgabe, seit die Finanzkrise über die Welt hereingebrochen ist. Sie muss sich gegebenenfalls auch gegen finanzpolitischen Unfug der Bundesregierung wehren.  Die Bundesbank präsentiert sich derzeit unter Wert. Mit Sarrazin gewinnt sie dazu.

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