Petra Hinz: SPD-Abgeordnete verabschiedet sich aus Bundestag und Partei

Petra Hinz: SPD-Abgeordnete verabschiedet sich aus Bundestag und Partei

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Die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz hatte ihren Lebenslauf gefälscht – jetzt zieht sie die Konsequenzen.

Lange hat sie gezögert, Konsequenzen aus ihrem gefälschten Lebenslauf zu ziehen. Jetzt scheint ein Ende absehbar: Die umstrittene SPD-Abgeordnete Hinz legt ihren Abschied aus Bundestag und Partei fest.

Die wegen eines gefälschten Lebenslaufs unter Druck geratene SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz zieht sich laut einem Zeitungsbericht in Kürze aus Parlament und Partei zurück. Die in Düsseldorf erscheinende „Westdeutsche Zeitung“ berichtet, Hinz habe ihr Bundestagsmandat zum Monatsende niedergelegt und werde am 5. September aus der SPD austreten.

Die Erklärung zum Mandatsverzicht sei auf dem Postweg unterwegs zu Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Das Blatt zitiert Hinz mit den Worten: „Ich brauche dringend Ruhe, habe alle geforderten Konsequenzen gezogen. Es reicht.“

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Hinz sitzt seit 2005 für die nordrhein-westfälische SPD im Berliner Parlament. Viele Jahre lang hatte die 54-Jährige in ihrem Lebenslauf behauptet, Juristin zu sein. Das war, wie sie inzwischen eingestanden hat, gelogen: Sie hat weder Abitur gemacht noch Jura studiert.

Petra Hinz und der gefälschte Lebenslauf In der Politik ein Einzelfall, in der Wirtschaft normal

Der gefälschte Lebenslauf der langjährigen SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Hinz ist eher ein Einzelfall. Zumindest in der Politik. In der Wirtschaft haben es Betrüger dagegen leicht – vor allem auf hohen Positionen.

Elf Jahre saß Petra Hinz trotz falscher Angaben in ihrem Lebenslauf als Abgeordnete im Bundestag. Quelle: dpa

Deswegen war Hinz heftig kritisiert worden. Insbesondere NRW-Justizminister Thomas Kutschaty, der gleichzeitig Chef der SPD in Hinz' Heimatstadt Essen ist, hatte sie zum Rückzug aufgefordert. Kritik gab es auch daran, dass sie die Mandatsniederlegung hinauszögerte mit der Folge, dass sie weiter ihre Abgeordnetenbezüge erhält.

Inzwischen hat Hinz angekündigt, ihre August-Bezüge für karitative oder soziale Einrichtungen in Essen zu spenden. Warum sie ihren Lebenslauf erfunden hat, hat sie bislang nicht erklärt. Kutschaty warf sie vor, er habe sie „zum Abschuss freigegeben“. Laut „Westdeutscher Zeitung“ lässt sie sich derzeit in einer Klinik behandeln.

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