Kommentare zu: Das elfte Gebot

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2 Kommentare
  • 05.02.2008, 12:51 UhrAnonymer Benutzer: Heiko Leitsch

    insgesamt ein sehr interessanter Artikel. Allerdings wurde leider die Konstellation unberücksichtigt gelassen, dass die Pflegebedürftigkeit der Eltern bereits im Laufe bspw. des Studiums eintritt.
    Als wissenschaftlicher Angestellter schreibe ich gerade an meiner Doktorarbeit. Sollte ich auch mein 2. Staatsexamen mit ähnlichem Erfolg abschließen, stehen mir beruflich viele attraktive Möglichkeiten offen. Es erscheint jedoch aus der jetzigen Perspektive wenig sinnvoll, später eine Vollzeitstelle anzunehmen, wenn das Geld weitestgehend beim Sozialamt und nicht im eigenen Geldbeutel ankommt. Dies soll nicht falsch verstanden werden: ich freue mich auf meine spätere Arbeitstätigkeit, aber privat-ökonomisch scheint eine Vollzeitstelle wenig Sinn zu machen. Die jetzige Regelung spricht auch gegen Heirat. Wenigstens werden die eigenen Kinder noch finanziell berücksichtigt!

    Auch zu diesem und dem Gerechtigkeitsgedanken eine kleine Anmerkung: ist es wirklich "gerechter", wenn zunächst die Kinder für ihre Eltern aufkommen müssen, wenn das eigene Vermögen verbraucht ist? Passende Vergleichsgruppe ist in einem solchen Fall der kinderlose Pflegebedürftige. Für diesen kommt schließlich auch der Steuerzahler auf, wenn er nicht ausreichend vermögend ist. Das Sozialamt fragt nicht, was mit dem eigenen Vermögen (,dass schließlich nicht in die Erziehung der Kinder geflossen sein kann) passiert ist.
    Hinzu kommt eine doppelte belastung für Kinder, die pflegebedürftige Eltern haben: sie müssen für ihren Elternteil aufkommen und ihr beitrag zur Pflegeversicherung bzw. ihre Steuern werden zudem u.a. aufgewendet für die Pflege kinderloser Pflegebedürtiger. ist dies gerecht oder wäre nicht - gerade bei der Entwicklung unserer Gesellschaft - ein reines Steuersystem gerechter?

  • 08.04.2008, 13:47 UhrAnonymer Benutzer: Ursula Kühne

    Leider wurde AUCH vergessen, wie das ist mit Kindern, die von den Eltern nachweislich schlecht behandelt wurden und als Kinder geschlagen, getreten, schlicht misshandelt wurden. Geht man als Kind vor Gericht, weil man für solche Eltern nicht bezahlen möchte, welche Chancen hat man??? Das wäre doch auch sehr interessant zu wissen!!!

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