Pflegereform: Mehr Geld für Demenzkranke

Pflegereform: Mehr Geld für Demenzkranke

von Cordula Tutt

Die Koalition hat sich darauf verständigt, die Hilfen für Demenzkranke um gut eine Milliarde Euro aufzustocken. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung steigt um 0,1 bis 0,2 Porzentpunkte.

Kurz bevor Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) in dieser Woche Vorschläge zum Umbau der Pflegeversicherung vorlegt, haben sich Unterhändler der Koalition zumindest auf eine angemessenere Betreuung altersverwirrter Menschen verständigt. „Gut eine Milliarde Euro brauchen wir, um Demenzkranke besser zu versorgen“, berichten Beteiligte aus der Koalition. Auch Angehörige sollen entlastet werden. Zudem will die Regierung neue Wohnformen fördern. Dafür solle der Beitragssatz von zurzeit 1,95 Prozent des Bruttolohnes um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte steigen.

Kinderlose müssten dann statt 2,2 Prozent 2,3 oder 2,4 Prozent vom Lohn abführen. Bei einer Anhebung des Satzes um 0,1 Prozentpunkte fließen etwa eine Milliarde Euro mehr in die Kasse.

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Um die pflegebedürftigen Menschen in den nächsten Jahren versorgen zu können, schlägt der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Jens Spahn, vor: „Wir sollten sowohl einen kollektiven Kapitalstock in der Pflegeversicherung aufbauen als auch die freiwillige, private Altersvorsorge für die Pflege ausbauen.“

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