Platz 19: Rangliste wirtschaftliche Freiheit: Deutschland rückt auf

exklusivPlatz 19: Rangliste wirtschaftliche Freiheit: Deutschland rückt auf

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Containerterminal im Hamburger Hafen. Die wirtschaftliche Freiheit ist in Deutschland größer als im letzten Jahr

von Henning Krumrey

Deutschland rangiert wieder unter den 20 Staaten mit der größten wirtschaftlichen Freiheit, hat aber immer noch einen deutlichen Rückstand auf die Spitzenreiter Hongkong, Singapur und Neuseeland.

Deutschland rangiert wieder unter den 20 Staaten mit der größten wirtschaftlichen Freiheit, hat aber immer noch einen deutlichen Rückstand auf die Spitzenreiter Hongkong, Singapur und Neuseeland. In der Rangliste des Economic-Freedom-of-the-World-Index, die an diesem Montag veröffentlicht wird, verbessert sich Deutschland gegenüber dem Vorjahr vom 31. auf den 19. Platz. Dabei profitierte es nicht nur von eigenen Anstrengungen zur Liberalisierung, sondern auch von relativ geringeren Fortschritten in anderen Ländern. Eine Gruppe liberaler Denkfabriken, in Deutschland das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung und Wissenschaftler der Universität Hohenheim, wertete für den Index vor allem Daten von Weltbank, Internationalem Währungsfonds und World Economic Forum für 152 Länder aus.

Insgesamt geht der weltweite Trend langsam wieder in Richtung wirtschaftlicher Freiheit, nachdem im Gefolge der Banken- und Weltwirtschaftskrise in fast allen Staaten der Einfluss der Regierung und die Dichte an Vorschriften deutlich zugenommen hatten. Deutschlands Stärke sind das verlässliche Rechtssystem, der Schutz des Eigentums und – trotz Euro-Krise – die Stabilität des Währungssystems. Auch hier ist aber der Rückstand zu den Top Ten erheblich. Als Schwachpunkte hierzulande gelten immer noch die Regulierung der Finanzmärkte mit dem hohen Anteil öffentlicher Banken (Rang 97 weltweit) sowie der Arbeitsmarkt. Dort allerdings konnte sich Deutschland immerhin von Position 112 auf die 84. Stelle verbessern.

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Wesentliche Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt verzeichnet die Studie vor allem bei den Kündigungsvorschriften und dem Einfluss der zentralen Tarifpartner. Denn aus Sicht der liberalen Wissenschaftler sind Betriebsvereinbarungen günstiger als flächendeckende Verhandlungslösungen oder gesetzliche Vorschriften. Auch die Abschaffung der Wehrpflicht als staatlicher Zwangsdienst brachte Deutschland Pluspunkte. Positiv schlug auch der Bürokratieabbau der letzten Jahre zu Buche.

Zahlreiche Studien belegen, dass wirtschaftliche Freiheit nicht nur den Bürgern und Unternehmen erlaubt, die Ressourcen produktiv für ihren Erfolg zu nutzen, sondern auch dem Wohlstand der Gesellschaft insgesamt nutzt. Wo Leistung sich lohnt, Investitionen Gewinne erwarten lassen und sichere Rahmenbedingungen herrschen, florieren Wirtschaft und Innovation. Schlusslichter der Rangliste sind nach wie vor zahlreiche afrikanische Staaten sowie Myanmar und Venezuela.

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