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Präsident des Bankenverbandes: "Griechenland kann Schulden nicht zurückzahlen"

von Cornelius Welp

Der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, Andreas Schmitz, fordert, dass Banken die Staatsanleihen in ihren Bilanzen künftig mit Eigenkapital unterlegen müssen.

"Die aktuelle Situation zeigt, dass die Nullanrechnung die Wirklichkeit nicht sauber widerspiegelt", sagte Schmitz im Interview mit der WirtschaftsWoche. Derzeit zählen Kredite der Banken an die öffentliche Hand nicht zum Risikovermögen und bleiben bei der Berechnung der Eigenkapitalquoten außen vor. Dadurch sparen die Banken Geld, zugleich können Staaten ihre Anleihen leichter bei den Instituten unterbringen. "Das Thema packt die Politik nicht an, weil es sie selbst betrifft", kritisiert Schmitz und wirft dem akutellen Krisenmanagement der Regierungen "kurzfristige Beliebigkeit vor".

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Schmitz appellierte an die Politik, die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands einzugestehen. "Griechenland kann seine aktuellen Schulden über Generationen nicht zurückzahlen", so der Bankenpräsident. Das sei eine Tatsache, die sich nicht mehr ignorieren lasse.

Die neuen Pläne der Regierungen, Banken notfalls zwangsweise mit frischem Eigenkapital auszustatten, lehnt Schmitz ab, weil dies für zusätzliche Unruhe auf den Märkten sorgen würde. Die Krise dürfte dadurch laut Schmitz an Fahrt zunehmen, weil die Staatsverschuldung weiter steige. "Zwangsrekapitalisierungen lösen die politische Vertrauenskrise nicht", sagte Schmitz.

11 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 18.10.2011, 23:32 UhrAnonymer Benutzer: Resignierter

    Mit welcher berechtigung begleitet dieser Vollpfosten diesen Posten
    und wird auch noch bezahlt ?
    Dem mußte man erst auf die birne hauen bis er aufgewacht ist!
    Versauter, überversorgter Schwätzer, handle endlich.

  • 17.10.2011, 16:20 UhrAnonymer Benutzer: SAM

    Die banale Erkenntnis, daß Griechenland nicht zu retten ist, war jedermann, der die Grundrechenarten beherrscht, seit Mai 2010 bekannt. Wir erleben hier bei Politikern, banken und den großen industrieverbänden ein beispielloses Maß an vorsätzlicher Desinformation. Dazu passt die heutige "Stern"-Wirtschaftskolumne von Thomas Straubhaar mit der Überschrift "Die Schulden-Hysterie", in der dieser Clown mit ebenso aberwitzigen wie wissenschaftlich peinlichen Argumenten nachzuweisen versucht, daß - so wörtlich - "Schulden auch ihr Gutes haben". Man mag solchen "Experten" eine fortgeschrittene Gehirnwäsche a la Flunker zugute halten. ich glaube allerdings nicht mehr, daß diese konzertierte Verdummdeubelung des Volkes, zu der ja die meisten Medien diensteifrig beihilfe leisten, ein Zufall ist. Hinter den Kulissen läuft hier offenbar eine einzigartige Gleichschaltung, über deren Motive man derzeit nur rätseln kann. Man fühlt sich wirklich zunehmend an die DDR erinnert, wo das Politbüro stets dafür gesorgt hat, daß auch die größten Absonderlichkeiten und Menschenrechtsverletzungen durch willfährige Sprachrohre als sozialistische Wohltaten für die Menschheit verkauft worden sind.

  • 16.10.2011, 21:45 UhrAnonymer Benutzer: SCHÄUBLES/MERKELS JANUSKÖPFIGE VERNEBELUNGTAKTIK

    Schäuble in ARD "berlin direkt" vom So,16.10.11:
    "..eine Ansteckungsgefahr im bankensektor, da die Kapitalausstattung zu knapp sei. Es sei deshalb „eine wichtige Vorsorge“ , dass die banken mit ausreichend Kapital ausgestattet seien."

    Merkel/Schäuble führen seit Jahren in besten FDJ-"Agitations & Propaganda" Dialektik bauerntheater für konservative Wähler auf:
    "nur einmalig", "starke Sanktionen", "es darf sich nicht wiederholen", "konsequent regulieren", "Soliditäts-Union", "eine wichtige Vorsorge"..

    in Wirklichkeit sind's gerade die beiden, die dem Pferd erst richtig Zucker zu Deutschlands Untergang geben, stets analog Schäubles sinngemäßem Hinweis (ZEiT-Forum), als dass er nicht so ganz unglücklich sondern ja gar entspannt sei, weil je mehr Druck nun herrscht, desto mehr kann von überholten Nationalstaaten weg und nach brüssel übertragen werden. April, April, bVerfG!

    Von seinen "ertüchtigten Faszilitäten", als Umschreibung der "mit mehr Schlagkraft" erst nach blind vorlaufenden Parlamentszustimmung vervielfachtem EFSF/ESM, nicht zu sprechen!
    Und Merkel träumt weiter von "aufgewerteten EU-institutionen" und weiter vom Wahlen/beitrittreferenden nicht legitimierten EU-Rat der Staatschefs als nun quasi demokratische "EU-Wirtschaftsregierung"!

    Dabei ist DE mit 9.000 Mrd Staats-/Sozialschulden selbst überschuldet und hat in 40 Jahren nicht 1 Cent getilgt, zahlt so schon selbst TÄGLiCH 100 Mio EUR bANKZiNSEN!
    Und EU-bANKEN haben lt. bARROSO bereits 4.600 Mrd Euro (50% EU-biP, 30x DE-Städteschulden) "vom Steuerzahler", trotz eigener 30 biLL. EUR AKTiVA (biZ, FTD), bekommen!

    Trotzdem leiten Schäuble/Merkel im gezielt vernebelnden Wortdurchfall gerade nächste "einmalige", "alternativlose" und "unbeschränkte" bANKEN-bETANKUNG mit Geld ungeborener Generationen ein, statt einer marktwirtschaftlichen Abwicklung dieser, obwohl in USA in selben Situation über 500 banken abgewickelt wurden!

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