Praxisgebühr: Zur Kasse, bitte

KommentarPraxisgebühr: Zur Kasse, bitte

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Keiner mag sie, keiner will sie: Die Praxisgebühr.

von Cordula Tutt

Warum die Praxisgebühr nicht gegen überflüssige Arztbesuche hilft, warum aber Politiker eine wirksame „Eintrittsgebühr“ je Arztbesuch scheuen

Die Praxisgebühr mag kaum einer in Deutschland: Die Patienten nicht, die einmal im Quartal zehn Euro zahlen müssen, wenn sie einen Arzt aufsuchen. Die Mediziner nicht, die das Geld einziehen und an die Krankenkassen weiterleiten müssen. Die Kassen mögen die Gebühr schon eher, immerhin bringt sie rund zwei Milliarden Euro zusätzlicher Einnahmen im Jahr.

Regt die Praxisgebühr zum Ärztegang an?

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Nun ist Wahlkampf in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen. Das Thema eignet sich für all jene, die bei den Wählern für die Abschaffung der ungeliebten Ärztemaut werben. Für Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) in Düsseldorf ebenso wie für Wolfgang Kubicki (FDP) in Kiel. Studie um Studie ergibt zudem, dass das Geld die Deutschen nicht aus den Wartezimmern fernhält.

Im Schnitt 18mal zum Arzt gehen die Menschen hier zu Lande, in den meisten Nachbarländern sitzen sie dort deutlich seltener – ohne dass die Menschen kränker wären oder gar früher stürben. Eher hat die Gebühr einen Anreiz geschaffen, noch einen zweiten Arzt für eine Diagnose zu bemühen. In vielen Praxen fragen die Damen am Tresen beim Kassieren der zehn Euro gleich, für welche Fachärzte Überweisungsscheine gewünscht seien.

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