Prozess gegen IS-Sympathisantin: Urteil gegen Schülerin Safia für Donnerstag erwartet

Prozess gegen IS-Sympathisantin: Urteil gegen Schülerin Safia für Donnerstag erwartet

, aktualisiert 25. Januar 2017, 11:24 Uhr
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Das Oberlandesgericht in Celle soll am Donnerstag das Urteil gegen die 16-jährige IS-Sympathisantin verkünden.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Schülerin Safia soll in Hannover einen Beamten niedergestochen haben – im Auftrag des IS. Sechs Jahre Haft hat die Bundesanwaltschaft für die 16-Jährige gefordert. Am Donnerstag soll nun das Urteil fallen.

CelleIm Prozess gegen die 16-jährige IS-Sympathisantin Safia wegen einer Messerattacke auf einen Polizisten in Hannover wird am Donnerstag das Urteil erwartet. Die Bundesanwaltschaft hat sechs Jahre Haft wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung sowie der Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für die Schülerin gefordert. Der 34 Jahre alte Polizist hatte den Angriff Ende Februar 2016 schwer verletzt überlebt.

Die Tat war aus Sicht der Anklage eine Märtyreroperation für den IS. Ermittler werten den Angriff als die erste von der Terrorgruppe in Deutschland in Auftrag gegebene Tat. Safia hat die Attacke eingeräumt und sich in einem Brief aus der Untersuchungshaft bei dem Polizisten entschuldigt. Die Verteidigung forderte eine milde Strafe und plädierte für eine Verurteilung der Schülerin ausschließlich wegen gefährlicher Körperverletzung, ohne ein konkretes Strafmaß zu nennen.

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Der Prozess am Oberlandesgericht Celle findet wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Nach Überzeugung der Anklage hatte Safia sich spätestens im November 2015 das Gedankengut des IS zu eigen gemacht. Sie habe überlegt, nach Syrien zu reisen und sich der Terrormiliz anzuschließen. Im Januar 2016 sei sie nach Istanbul geflogen und habe Kontakt mit IS-Mitgliedern aufgenommen. An der Weiterreise nach Syrien habe sie ihre Mutter gehindert, die sie nach Deutschland zurückholte.

Aus Istanbul brachte Safia nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft den Auftrag des IS mit, eine „Märtyrertat“ zu verüben. Sie habe über einen Internet-Nachrichtendienst Kontakt zu IS-Mitgliedern gehalten und am Tag vor der Tat auf diesem Weg ein Bekennervideo übermittelt. Auf dem Hauptbahnhof Hannover habe sie dann eine Personenkontrolle durch Bundespolizisten provoziert und mit einem Messer zugestochen. Als Mitwisser mitangeklagt ist der 20-jährige Deutsch-Syrer Mohamad Hasan K..

Quelle:  Handelsblatt Online
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