Rechtsextremismus-Experte: BKA darf nicht mit AfD-Bild für Stellenanzeige werben

Rechtsextremismus-Experte: BKA darf nicht mit AfD-Bild für Stellenanzeige werben

, aktualisiert 13. Juli 2017, 13:53 Uhr
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Neben dem Bundeskriminalamt, das aufgefordert wurde, ein Bild eines AfD-Twitter-Accounts aus einer Stellenanzeige zu entfernen, wurde auch AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel aufgefordert, eine umstrittene Äußerung zum G20-Gipfel zurückzunehmen. Weidel weigert sich bislang.

Quelle:Handelsblatt Online

Das BKA darf das Bild eines AfD-Twitter-Accounts nicht in einer Stellenanzeige für Mitarbeiter im Bereich Rechtsextremismus verwenden. Die AfD wurde in einem anderen Fall unterdessen selbst zur Unterlassung aufgefordert.

Berlin/KölnDas Bundeskriminalamt (BKA) darf in einer Stellenanzeige für Mitarbeiter im Bereich Rechtsextremismus keine Abbildung des AfD-Twitter-Accounts mehr zeigen. Wie der Kölner Anwalt Ralf Höcker am Donnerstag mitteilte, hat das BKA diese Woche eine entsprechende Unterlassungserklärung unterzeichnet. Die Behörde hatte im Juni ein in dem Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichtes Stellenangebot für einen Sachbearbeiter für die „Internetauswertung im Bereich Rechtsextremismus“ unter anderem mit einem Screenshot bebildert, der einen Twitter-Account der AfD zeigt.

Einen weiteren juristischen Erfolg erzielte die Partei von Jörg Meuthen und Frauke Petry vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof. Dieser ordnete die Löschung einer Stellungnahme auf dem Facebook-Account des Oberbürgermeisters von Frankfurt am Main, Peter Feldmann, an.

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Der SPD-Politiker hatte im März zu einer geplanten Veranstaltung des Wirtschaftsclubs Rhein-Main mit der AfD-Vorsitzenden Petry unter anderem geschrieben: „AfD? AUSLADEN!“.

Die AfD wurde diese Woche allerdings auch selbst zur Unterlassung aufgefordert. Die Amadeu-Antonio-Stiftung stößt sich an einer Äußerung von AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel. Sie hatte in einer Erklärung zu den Ausschreitungen während des G20-Gipfels in Hamburg geschrieben: „Es ist ein Unding, dass das Familienministerium mit deutschen Steuergeldern direkt und indirekt, zum Beispiel über die Amadeu-Antonio-Stiftung, linksextremen Terror unter dem Motto „Kampf gegen rechts“ mitfinanziert.“ Weidel sagte: „Ich unterzeichne diese Unterlassungserklärung nicht.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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