Reformvorhaben: Arbeitgeberverband kritisiert Schulz-Vorschläge

Reformvorhaben: Arbeitgeberverband kritisiert Schulz-Vorschläge

, aktualisiert 21. Februar 2017, 01:20 Uhr
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SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will mit einer Änderung der umstrittenen Agenda 2010 in den Wahlkampf ziehen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände bemängelt die Reformvorschläge von Schulz für den Arbeitsmarkt. Der SPD-Kanzlerkandidat habe diese ohne präzise Kenntnis von Zahlen oder Rechtslage formuliert.

BerlinDeutschlands Arbeitgeber haben die Reformvorschläge von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz für den Arbeitsmarkt kritisiert. „Viele Vorschläge sind ohne präzise Kenntnis der Zahlen oder der Rechtslage in Deutschland formuliert“, heißt es in einer Bewertung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), aus der die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag) zitieren.

Der Arbeitgeberverband warne darin, eine Verlängerung des Arbeitslosengeld-I-Bezugs würde „eine schnelle Wiederaufnahme von Arbeit erschweren“. Zudem habe Schulz „viel zu hohe Zahlen“ zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen genannt. In der Altersgruppe zwischen 25 und 35 Jahren seien tatsächlich gut zwölf Prozent der Beschäftigten befristet tätig. Schulz hatte dagegen im Interview der „Bild“-Zeitung von knapp 40 Prozent gesprochen.

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Der SPD-Kanzlerkandidat hatte zum Wochenbeginn angekündigt, mit einer Änderung der umstrittenen Agenda 2010 in den Wahlkampf ziehen zu wollen. „Menschen, die viele Jahre, oft Jahrzehnte, hart arbeiten und ihre Beiträge gezahlt haben und zahlen, haben ein Recht auf entsprechenden Schutz und Unterstützung, wenn sie - oft unverschuldet - in große Probleme geraten“, sagte der 61-Jährige am Montag bei einer Arbeitnehmerkonferenz seiner Partei in Bielefeld.

Quelle:  Handelsblatt Online
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