Regierungsbildung: Arbeitgeber warnen vor Angriff auf befristete Jobs

Regierungsbildung: Arbeitgeber warnen vor Angriff auf befristete Jobs

, aktualisiert 31. Januar 2018, 12:24 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Die SPD hat sich auf die Fahne geschrieben, gegen die Befristungen von Arbeitsverträgen vorzugehen. Die Arbeitgeber sehen sich bedroht und verteidigen die Befristung als notwendiges Mittel. Sie sei ohnehin die Ausnahme.

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Eine befristete Beschäftigung sei eine unverzichtbare Möglichkeit, sagen Arbeitgeber.

BerlinDie Arbeitgeber haben die Koalitions-Unterhändler von SPD und Unionsparteien eindringlich davor gewarnt, die unbefristeten Arbeitsverhältnisse infrage zu stellen. „Befristete Arbeitsverhältnisse sind ein unverzichtbarer Jobmotor“, sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer am Mittwoch in Berlin. Er widersprach der Darstellung von Sozialdemokraten, solche Befristungen nähmen immer mehr zu: „Befristete Arbeitsverhältnisse sind in Deutschland die Ausnahme.“ Nicht einmal acht Prozent aller Arbeitsverhältnisse seien befristet, und von diesen erhielten Dreiviertel der Betroffenen eine Anschlussbeschäftigung. Mehr als 40 Prozent würde unmittelbar unbefristet übernommen.

Die SPD hat sich zum Ziel gesetzt, in den Koalitionsverhandlungen sachgrundlosen Befristungen von Arbeitsverträgen entscheidend zurückzudrängen. Die Arbeitgeber allerdings sehen dies als eine Bedrohung, um auf Auftragsschwankungen und andere Unsicherheiten im Betrieb flexibel reagieren zu können. „Eine befristete Beschäftigung schafft besonders für Berufseinsteiger und Menschen nach längerer Arbeitslosigkeit eine unverzichtbare Möglichkeit, in den Arbeitsmarkt einzutreten“, argumentieren sie. Auch sei der Anteil solcher Befristungen im öffentlichen Dienst mit über zehn Prozent weit größer als in der Privatwirtschaft mit weniger als sieben Prozent.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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