Regierungsbildung in Hessen: Für Clement käme eine Kooperation mit der Linken einem Wortbruch gleich

Regierungsbildung in Hessen: Für Clement käme eine Kooperation mit der Linken einem Wortbruch gleich

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Wolfgang Clement kommt in Düsseldorf zu einer Pressekonferenz der Firma Adecco zum demographischen Wandel in Europa.

Der ehemalige Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Wolfgang Clement schießt wieder quer: Er hält nichts von einer Zusammenarbeit der SPD in Hessen mit den Linken, egal unter welchen Umständen.

Clement hält sich mit seiner Meinung nicht zurück. Mit deutlichen Worten kritisierte der Politiker die Option einer Öffnung seiner Partei gegenüber der Linken. Er sagte heute  am Rande einer Veranstaltung in Düsseldorf, eine Kooperation mit der Partei in Hessen wäre Wortbruch. Einen solchen Wortbruch sollte sich die SPD nicht zumuten. Die Sozialdemokraten bräuchten mehr Substanz. Dafür sei es vielmehr notwendig, die Wähler der Mitte zu gewinnen.

Damit stellt sich der ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen erneut gegen seine Partei. Die SPD-Spitze hatte sich am Montag dazu durchgerungen, der hessischen SPD-Vorsitzenden Andrea Ypsilanti doch freie Hand zu lassen, wie sie sich gegenüber der Linken in ihrem Bundesland verhält. Die Kandidatin könnte sich also auch mit den Stimmen der Linken zur Ministerpräsidentin wählen lassen.

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So weit ist es aber für Clement noch lange nicht. Er hofft darauf, dass es in Hessen doch noch zu einer anderen Konstellation kommt. Es gäbe keine Situation, in der eine große Koalition nicht möglich wäre. Zudem sei die FDP gut beraten, sich doch noch auf die SPD zuzubewegen.

Im Hinblick auf das gegen ihn eingeleitete Parteiordnungsverfahren sagte Clement, er werde sich diesem normalen Prozedere stellen. "Ich bleibe SPD-ler", fügte er hinzu. Der SPD-Unterbezirk Bochum hat das Verfahren gegen Clement eingeleitet, weil mehrerer Ortsvereine gefordert hatten, den Politiker aus der SPD auszuschließen. Vor der hessischen Landtagswahl hatte Clement Spitzenkandidatin Ypsilanti für ihre Energiepolitik kritisiert und idirekt dazu aufgerufen, ihren CDU-Konkurrenten Roland Koch zu wählen.

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