Regulierung von Börsenprodukten: Linke-Fraktionsvize Wagenknecht fordert Finanz-TÜV

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Wagenknecht hält die klassische Funktion der Börse als Unternehmensfinanzierung für überholt.

von Christian Schlesiger

Die stellvertretende Vorsitzende der Partei „Die Linke“, Sahra Wagenknecht, fordert eine stärkere Regulierung von Börsenprodukten.

„Wir fordern einen Finanz-TÜV auf europäischer Ebene“, sagte sie der WirtschaftsWoche. „Die Emittenten von Kapitalmarktprodukten sollten nachweisen, dass ihr Derivat eine sinnvolle Funktion hat, bevor sie es auf den Markt bringen dürfen.“ Wagenknecht verwies auf Parallelen in der Pharmabranche. „Bei Medikamenten finden wir es doch auch selbstverständlich, dass nicht jedes Unternehmen ohne Kontrolle irgendwelche Pillen verkaufen darf.“ Ein Finanz-TÜV könnte so aufgebaut sein wie die Stiftung Warentest. Es sollte ein Institut sein, das nicht profitorientiert arbeitet..

Wagenknecht hält die klassische Funktion der Börse als Unternehmensfinanzierung für überholt. „Inzwischen kaufen die Unternehmen per Saldo mehr Aktien zurück als sie emittieren“, sagte sie im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Die Börsen sind heute ein riesiges Casino, viele Geschäfte haben überhaupt keinen realwirtschaftlichen Hintergrund.“ Warren Buffet habe Derivate mal als finanzielle Massenvernichtungswaffen bezeichnet. „Ich denke, er hat recht. 99 Prozent dieser Konstrukte liegt kein reales Geschäft zugrunde, sie dienen stattdessen dazu, Regeln zu umgehen, Steuern zu sparen oder einfach nur zu zocken. Da sollte vieles wegreguliert werden.“

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