Rente mit 63 Jahren: Regierung erwartet kurzfristig 50.000 zusätzliche Frührentner

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Rente mit 63 Jahren: Regierung erwartet kurzfristig 50.000 zusätzliche Frührentner

Die Bundesregierung rechnet wegen der geplanten abschlagsfreien Rente mit 63 bereits im ersten Jahr der Reform mit deutlich mehr Menschen. die in den vorgezogenen Ruhestand gehen werden.

Die Rente mit 63 Jahren wird kommen, allerdings ist bislang unklar, wie viele Menschen das Angebot annehmen und abschlagsfrei schon mit 63 Jahren in Rente gehen werden. Die Bundesregierung rechnet mit 50.000 zusätzlichen Frührentnern, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Sie beruft sich dabei auf ein Schreiben, in dem die Bundesregierung eine Anfrage der Grünen beantwortet. Rund 200.000 Personen dürften im ersten Jahr von der neuen Regelung profitieren. Ein Viertel davon hätte ansonsten wohl einen späteren Renteneintritt gewählt, um finanzielle Nachteile zu vermeiden. Die Berechnung zeigt allerdings auch, dass nach den Berechnungen der Bundesregierung 150.000 Personen sowieso ab 63 in Rente gegangen wären.

Laut "Bild"-Zeitung würde die Reform vor allem das Handwerk treffen. "Dringend benötigte Fachkräfte könnten kurzfristig in den Ruhestand wechseln", sagte ein Sprecher des Branchenverbandes ZDH. Rund 100.000 Arbeitnehmer hätten wohl Anspruch auf die Rente mit 63. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall rechnet zudem mit 45.000 Menschen, die die Regelung in diesem Wirtschaftszweig nutzen könnten. In der Chemiebranche dürften es 5000 Beschäftigte sein, in der Bauindustrie bis zu 6000.

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Ende Januar hatte die Bundesregierung grünes Licht für das Rentenpaket von Arbeitsministerin Andrea Nahles gegeben. Darin sind ab dem 1. Juli höhere Renten für Mütter vorgesehen, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Langjährige Arbeitnehmer mit 45 Beitragsjahren sollen mit 63 ohne Abschläge in Rente gehen können und die Erwerbsminderungsrente wird verbessert. Bislang können Menschen mit 63 Jahren nur in Rente gehen, wenn die eine sogenannte Wartezeit von 35 Jahren erfüllt ist. Dazu gehören außer Beitragszeiten anrechenbare Zeiten ohne Beitragsleistung wie etwa Zeiten des Studiums - allerdings muss mit Abschlägen gerechnet werden.

Außerhalb der Koalition stößt vor allem die Finanzierung der Vorhaben aus den Rücklagen der Rentenkasse auf Kritik. Doch nicht nur die Beitragszahler, auch die Rentner selbst dürften für das Rentenpaket kräftig zur Kasse gebeten werden. Nach Berechnungen der Arbeitgeber werden die Rentensteigerungen bis 2030 insgesamt um rund 55 Milliarden Euro geringer ausfallen als nach geltendem Recht, wie die "Welt" berichtete.

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