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Rentenreform: Arbeitgeber fordern Kürzungen bei der Witwenrente

von Cornelia Schmergal

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sieht Sparpotential bei der so genannten Witwenrente.

Kreuze auf einem Friedhof in Österreich Quelle: dapd
Kreuze auf einem Friedhof in Österreich Quelle: dapd

Die Hinterbliebenenversorgung sei „eine Fürsorgeleistung und sollte nur an Angehörige ausgezahlt werden, die nicht selbst für sich sorgen können“, sagte Alexander Gunkel, Mitglied der BDA- Hauptgeschäftsführung, der WirtschaftsWoche. „Warum sie zum Beispiel derzeit auch 45-jährigen Angehörigen gezahlt wird, die ihr Einkommen ebenso gut durch Arbeit erwirtschaften könnten, ist nicht zu erklären.“ Gunkel ist derzeit auch Vorsitzender des Bundesvorstandes der Deutschen Rentenversicherung (DRV).

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Hintergrund der Äußerungen sind Pläne des Bundessozialministeriums für Leistungsverbesserungen bei kleinen Renten. Im Gespräch ist dabei vor allem die so genannte Zuschussrente für langjährig Versicherte. „Die Bundesregierung vermeidet die unbequemen Themen und macht keine Vorschläge, wo im Gegenzug Beitragsmittel gespart werden könnten“, sagte Gunkel. „Dabei gibt es in der Rentenversicherung genügend Entlastungspotenzial.“ Gunkel regte außerdem an, die „teure Privilegierung von Versicherten mit 45 Jahren Pflichtbeiträgen zu streichen“.

Derzeit überweist die Rentenkasse jährlich rund 38 Milliarden Euro an Witwen und Witwer, das ist jeder fünfte Renten-Euro.

10 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 20.01.2012, 12:20 UhrAnonymer Benutzer: Freimensch

    Sind es nicht eigentlich am ehesten die Beamtenwitwen, bei den es etwas zu kürzen gäbe? Auch die Versorgungssysteme von Ärzten, Apothekern und Anwälten wären es wert, einmal kritisch unter die Lupe genommen zu werden ...

  • 19.01.2012, 14:18 UhrAnonymer Benutzer: Sprotte

    Partner- oder Witwen-(r)renten werden aus der Leistung des Ehepartners versorgt, sind also eindeutig keine versicherungsfremden Leistungen.
    Dass die Gunkels, Rürups, Hundts u.s.w. das gerne so hätten, ist offen willkürlich und sachfremd in die Welt gesetzt, dass man unterstellen muss, dass weiter über die Abschaffung der Partnerrente, auf die Witwen abzielend, diese zu nötigen beabsichtigt, eine private Witwenrentenvorsorge abzuschließen (unseriös zielgerichtetes Gewinnstreben Einzelner).
    Dieses widerspricht der gesamten sozialen Rechts- und Wirtschaftslogik, da der überlebende Partner aus der Quelle welcher er versorgt wird, ihm bisher über seinen Partner gemeinsam rechtlich zustand. So z.B. bei Scheidungen, Beitragsausgleich bezw. gegenseitiger Rentenanspruchausgleich.
    Schon aus bürgerlich- und grundrechtlichen Gründen haben sich Ehe-Lebenspartner gegenseitig zu unterhalten. Die soziale Fürsorgepflicht füreinander ist fundamentale Grundlage unseres Staates.
    Die Sicherung von Ehe, Familie und Kindern unterliegt dem besonderen Schutz, gemäß Artikel 6 des Grundgesetzes. Wer an diesen Grundfesten rüttelt hat nicht den Schutz der Familie im Sinn sondern allein private Profitinteressen. Dass gerade so ein Pseudo- Rentenexperte nur aus reinen Eigeninteressen die Axt an unsere elementaren und friedenssichernde Errungenschaften wie die Witwenrente agiert, sollte bei jeden anständigen Bürger Alarm auslösen.
    Das Absichern von Lebensrisiken durch eine starke Solidargemeinschaft, macht das Lebensrisiko des Einzelnen, aus dem sozialen, wirtschaftlichen Leben und der Menschenwürde ausgeschlossen zu sein, um so kleiner, je größe diese ist.

  • 18.01.2012, 19:44 UhrAnonymer Benutzer: MatthisWolff

    Das System BRD abschaffen, unproduktiv, unnützt, nur noch dumme Menschen ohne Intellekt, nur noch Gier (siehe Bundespräsident, wann möchte der mit seiner Schlampe endlich mal abtreten?). Leute, wie dumm seid ihr eigentlich? Die Berufsunfähigkeitsrente ist seit 2001 abgeschafft worden, nur noch Erwerbsminderungsrente mit Abschlägen bis 10,8 %. Rente mit 60 ohne Abschläge, auch nicht mehr möglich. Nun, das Volk wird immer dümmer, die Copy&Paste Generation hat denken und artikulieren verlernt, aus Angst den Job zu verlieren.

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