Rentenversicherungsbericht: Rentenkasse nimmt Kurs auf Rekordhoch

20. November 2013

31 Milliarden Euro - dieses Rekordhoch werden die Rücklagen der deutschen Rentenkasse Ende des Jahres voraussichtlich erreichen. Zudem können die Rentner 2014 im Osten wie im Westen mit gut zwei Prozent mehr Geld rechnen.

Die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland können nach ersten Berechnungen der Bundesregierung 2014 mit gut zwei Prozent mehr Geld rechnen. In dem am Mittwoch vom Kabinett verabschiedeten Rentenversicherungsbericht geht die Regierung davon aus, dass die Renten zum 01. Juli 2014 im Westen Deutschlands um 2,13 Prozent und im Osten um 2,25 Prozent zunehmen könnten. Festgelegt wird die Höhe im März. Entscheidend dafür ist, wie stark die Löhne in diesem Jahr steigen. Zum 01. Juli 2013 waren die Renten im Westen um 0,25 Prozent und im Osten um 3,29 Prozent angehoben worden.

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Die Rücklagen der Rentenkasse werden dem Bericht zufolge Ende 2013 voraussichtlich ein Rekordhoch von 31 Milliarden Euro erreichen. "Die Rentenkasse steht so gut da wie schon lange nicht mehr", sagte der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe und Berichterstatter für die Gesetzliche Rentenversicherung der CDU/CSU- Bundestagsfraktion, Peter Weiß. "Dieses Ergebnis für 2013 ist umso bemerkenswerter, wenn man berücksichtigt, dass die Beitragssenkung Anfang 2013 um 0,7 Prozentpunkte in diesem Jahr zu zusätzlichen Mindereinnahmen in den Rentenkassen von 8,3 Milliarden Euro geführt hat. Nur durch den extrem starken Anstieg der beitragspflichtigen Löhne und Gehälter in den ersten drei Quartalen konnten diese Mindereinnahmen kompensiert und sogar weitere Rücklagen gebildet werden."

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Dem Bericht zufolge müsste der Beitragssatz für 2014 von 18,9 auf 18,3 Prozent gesenkt werden, was einer Entlastung von Arbeitnehmern und Arbeitgeber von sechs Milliarden Euro entspräche. Allerdings wollen Union und SPD auf die gesetzlich vorgeschriebene Senkung verzichten, um die Ausgaben für eine höhere Mütterrente, höhere Erwerbsminderungsrenten und eine Aufstockung der Renten von Geringverdienern zu finanzieren.

Die in den Koalitionsverhandlungen diskutierten neuen Ausgabenvorhaben der Rentenversicherung wie auch der voraussichtliche Verzicht auf eine Beitragssenkung im kommenden Jahr haben noch keinen Einfluss auf die Rentenerhöhung 2014.

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