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Repräsentative Studie: Beschäftigte in Deutschland fehlen immer seltener

von wiw/dpa/rtr

Nur 11,1 Tagen fehlten die Beschäftigen in Deutschland im vergangenen Jahr. 0,2 Tage weniger als 2005. Der Krankenstand verzeichnet das niedrigste Niveau seit Einführung der Lohnfortzahlung. Gesünder sind die Beschäftigten deshalb aber nicht unbedingt.

Für die Bundesregierung war die Weltmeisterschaft sportlich, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch
Für die Bundesregierung war die Weltmeisterschaft sportlich, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch ein Erfolg, Archivbild: dpa

Arbeitnehmer in Deutschland melden sich nach einer Erhebung der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) immer seltener krank. Während die Beschäftigten im Jahr 2005 im Durchschnitt 11,3 Kalendertage fehlten, waren es im vergangenen Jahr nur noch 11,1 Tage. 56 Prozent aller Arbeitnehmer meldeten sich überhaupt nicht krank. Das geht aus dem neuen DAK-Gesundheitsreport hervor, den die zweitgrößte deutsche Krankenkasse heute in Berlin vorlegte. Der Krankenstand sank ebenfalls leicht von 3,1 auf 3,0 Prozent. „Seit Einführung der Lohnfortzahlung war der Krankenstand in Deutschland noch nie so niedrig“, sagte DAK-Chef Herbert Rebscher. Allerdings müsse bezweifelt werden, dass die Beschäftigten tatsächlich gesünder seien als vor 20 Jahren. Vielmehr sei zu vermuten, dass die Menschen aus Angst vor Jobverlust vermehrt krank zur Arbeit gingen. Gleichzeitig bedeute der Rückgrand des Krankenstands „keine Entwarnung an der Ausgabenfront“, sagte Rebscher. Der Anteil psychischer Erkrankungen als Ursache für die Fehlzeiten, der in den vergangenen 10 Jahren stetig angestiegen war, stagnierte erstmals und betrug unverändert zehn Prozent. An der Spitze lagen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems wie Rücken- und Gelenkschmerzen (22 Prozent), Atemwegs-Erkrankungen (16 Prozent) und Verletzungen (15 Prozent). Am höchsten war der Krankenstand 2006 laut DAK-Statistik im Gesundheitswesen (3,5 Prozent) und in der öffentlichen Verwaltung (3,3 Prozent), am niedrigsten in den Bereichen Rechtsberatung und Datenverarbeitung (jeweils 2,1 Prozent). Als enorme Herausforderung bezeichnete Rebscher eine bessere und gezieltere Behandlung von Kopfschmerz- und Migränepatienten. Derzeit verursachten diese Erkrankungen einen volkswirtschaftlichen Schaden von rund 2,5 Milliarden Euro pro Jahr. Einer repräsentativen DAK- Umfrage zufolge leidet mehr als die Hälfte aller Deutschen innerhalb eines halben Jahres mindestens einmal unter Kopfschmerzen. Vorläufigen Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums zufolge lag der Krankenstand im vergangenen Jahr im Bundesdurchschnitt bei 3,29 Prozent. Der DAK-Gesundheitsreport basiert auf Daten von 2,6 der insgesamt 6,1 Millionen DAK-Versicherten. Mit einem Marktanteil von zehn Prozent handele es sich bei den DAK-Zahlen um repräsentative Daten, sagte Rebscher.

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