Rüstungsgeschäft: Merkel wirbt für U-Boot-Deal mit Australien

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Rüstungsgeschäft: Merkel wirbt für U-Boot-Deal mit Australien

Die Bundesregierung wirbt in Australien für ein U-Boot-Geschäft: Kanzlerin Merkel soll beim australischen Premier Abbott für einen Rüstungsdeal geworben haben. Demnach soll Australien zwölf deutsche U-Boote kaufen.

Die Bundesregierung setzt sich nach einem Medienbericht für ein U-Boot-Geschäft in Milliardenhöhe mit Australien ein. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe am Rande des G20-Gipfels in Brisbane Mitte November beim australischen Premierminister Tony Abbott für das deutsche Verkaufsangebot geworben, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ unter Berufung auf Regierungskreise. Es gehe um bis zu zwölf U-Boote.

Große deutsche Rüstungskonzerne

  • Diehl Defence

    Diehl Defence ist die Rüstungssparte des Nürnberger Diehl-Konzerns, stellt unter anderem Munition, Raketen und Ketten für Panzer her.

    Umsatz 2013: 533 Millionen Euro

  • Heckler & Koch

    Der Handwaffenspezialist aus dem badischen Oberndorf fertigt unter anderem Pistolen, Sturm- und Präzisionsgewehre.

    Umsatz 2013: 200 Millionen Euro

  • Krauss-Maffei Wegmann

    KMW in München baut etwa den Kampfpanzer „Leopard“, den Schützenpanzer „Puma“ oder die Panzerhaubitze „2000“

    Umsatz 2013: 900 Millionen Euro

  • MTU Aero Engines

    MTU Aero Engines ist ein Triebwerksbauer aus München, der auch für militärische Flugzeuge fertigt, etwa den Motor für den Eurofighter

    Umsatz 2013 (Wehrgeschäft): 501 Millionen Euro

  • Rheinmetall Defence

    Rheinmetall Defence ist die Wehrsparte von Rheinmetall aus Düsseldorf und fertigt Panzer, aber auch Munition oder etwa Flugabwehrsysteme.

    Umsatz 2013: 2,2 Milliarden Euro

  • ThyssenKrupp Marine Systems

    ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel baut U-Boote und Kriegsschiffe. Die Firma entstand aus Blohm+Voss und der Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH.

    Umsatz 2012/13: 1,2 Milliarden Euro

Laut „Spiegel“ könnte der Auftrag ein Volumen von 14 Milliarden Euro haben und wäre damit eines der größten Rüstungsgeschäfte der Bundesrepublik. Eine Vorentscheidung darüber könnte bis Mitte des Jahres fallen. Die von Australien gewünschten U-Boote der Klasse 216 von ThyssenKrupp gibt es erst im Entwurf.

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Über die deutschen Exportpläne hatten in der Vergangenheit bereits andere Medien berichtet, darunter der „Focus“.

Die mit Brennstoffzellen betriebenen U-Boote sollen etwa 90 Meter lang sein und für bis zu vier Wochen lange Tauchgänge am Stück geeignet sein. Australien zählte im Jahr 2013 nicht zu den wichtigsten 20 Bestimmungsländern für deutsche Rüstungsgüter.


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