Russland-Sanktionen: Chinesen könnten deutsche Exporteure verdrängen

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Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, bei einer Pressekonferenz in Berlin.

von Christian Ramthun

Deutsche Unternehmen verlieren durch die Russland-Sanktionen wichtige Handelsgeschäfte, warnt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag.

„Je länger die Sanktionen dauern, desto mehr Marktanteile verliert Deutschland in Russland“, warnt der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. „Es besteht die Gefahr, dass Geschäftsbeziehungen in Richtung China verloren gehen.“

Schon 2014 seien die deutschen Exporte nach Deutschland um knapp 20 Prozent eingebrochen. „Wir reden hier von sechs bis sieben Milliarden Euro Umsatzeinbußen“, so Schweitzer. Das koste Arbeitsplätze und bringe Hunderte Unternehmen in eine schwierige Lage, insbesondere im Maschinenbau.

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Dennoch stellt der DIHK die Sanktionen nicht in Frage. Europa habe auf den massiven Bruch des Völkerrechts reagieren müssen, betont der DIHK-Präsident. Die Sanktionen sollten auch aufrechterhalten bleiben, bis es Fortschritte zu einem dauerhaften Frieden in der Ostukraine gebe. Dann aber „bin ich für eine rasche Prüfung, ob die Sanktionen aufgehoben werden können“, fordert Schweitzer.

 

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