Sachverständigenrat: Die Weisen aus Wiesbaden

Sachverständigenrat: Die Weisen aus Wiesbaden

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Peter Bofinger, Beatrice Weder Di Mauro, Wolfgang Wiegard, Wolfgang Franz und Christoph Schmidt: die fünf Wirtschaftsweisen

von Bert Losse

Wer sind und wie arbeiten die Fünf Weisen, die kommende Woche ihr neues Jahresgutachten präsentieren?

Der Konferenzraum A 12.209 im 13. Stock des Statistischen Bundesamts ist in diesen Tagen komplett ausgebucht. Bis zu 18 Ökonomen und Statistiker wälzen Zahlen, tüfteln an Prognosen, streiten über Formulierungen. Die Zeit drängt, denn fünf der Diskutanten haben bald einen Termin bei der Bundeskanzlerin: Am 10. November übergeben die Fünf Weisen (offizieller Name: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, kurz: SVR) in Berlin ihr Jahresgutachten an Angela Merkel.

Christoph Schmidt Quelle: dpa

Christoph Schmidt

Bild: dpa

Es ist ein alljährliches Ritual, denn die gebündelte Expertise zu Konjunktur, Arbeitsmarkt, Staatsfinanzen und Weltwirtschaft ist durch ein Gesetz aus dem Jahr 1963 vorgeschrieben – „zur Erleichterung der Urteilsbildung bei allen wirtschaftspolitisch verantwortlichen Instanzen sowie in der Öffentlichkeit“. Die Regierung muss zu dem Werk innerhalb von acht Wochen Stellung nehmen. Und so viel ist sicher: Große Freude in Berlin dürfte das neue Gutachten nicht auslösen. Auch wenn die ordnungspolitische Schärfe des Rates etwas nachgelassen hat, sprechen die Weisen traditionell unbequeme Wahrheiten aus – und empfehlen unpopuläre Reformen.

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Lesen Sie weiter, wie der Sachverständigenrat arbeitet und was er bewirkt hat.

So arbeitet der Sachverständigenrat

Die Fünf Weisen werden auf Vorschlag der Bundesregierung durch den Bundespräsidenten ernannt. Ihre Amtszeit beträgt fünf Jahre, eine Verlängerung ist möglich. Jedes Jahr im März läuft eine Amtszeit aus – 2011 die von Wolfgang Wiegard. Die Mitglieder müssen über „besondere wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse und volkswirtschaftliche Erfahrungen verfügen“.

Theoretisch könnte also auch ein erfahrener Unternehmer mitmischen; derzeit sind es allesamt Professoren. Traditionell haben Arbeitgeber und Gewerkschaften bei je einem Kandidaten ein Mitspracherecht. Die Ratsmitglieder erhalten für ihre Arbeit eine „Pauschalentschädigung“ von 33.000 Euro im Jahr, für den Vorsitzenden gibt es 37.000 Euro. Der Gesamtetat liegt bei rund 2,2 Millionen Euro.

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