Satiriker Sonneborn: "Die Partei" darf zur Bundestagswahl antreten

ThemaWahlen 2017

Satiriker Sonneborn: "Die Partei" darf zur Bundestagswahl antreten

, aktualisiert 05. Juli 2013, 12:08 Uhr
Bild vergrößern

Der Bundesvorsitzende Martin Sonneborn der von Satirikern gegründeten Partei "Die Partei" auf einer Aufnahme von 2004.

Die Freude ist groß bei Satire-Star Martin Sonneborn: Der Bundeswahlausschuss hat seine satirische Gruppierung "Die Partei" zur Bundestagswahl am 22. September zugelassen.

"Wir sind durch und dabei: Bundestagswahl 2013!" schreibt Martin Sonneborn am Freitagvormittag auf seiner Facebook-Seite. Seine satirische Gruppierung "Die Partei" darf an der Bundestagswahl teilnehmen. In Berlin hatte der Bundeswahlausschuss am Morgen abschließend entschieden, welche Parteien am 22. September um den Einzug in den Bundestag kämpfen dürfen. In seiner zweiten Sitzung musste der Ausschuss noch über die Anträge von 19 Splitterparteien entscheiden - darunter die Grauen Panther und eben Sonneborns "Die Partei".

2009 hatte Sonneborn schon einmal versucht, bei der Bundestagswahl mitzumischen - unter dem Motto: "Kanzlerin ja, aber schöner" wollte "Die Partei" mit einer hübschen jungen Kanzlerkandidatin antreten, scheiterte aber. Auch ein Eilantrag vor dem Bundesverfassungsgericht konnte dem ehemaligen Chefredakteur des Satire-Magazins "Titanic" nicht mehr in den Sattel helfen.

Anzeige

Im Wahlprogramm "Inhalte überwinden!" fordert die Partei etwa als Verballhornung der Frauenquote die Einführung einer "Faulenquote", durch die "17 Prozent der Führungspositionen in der deutschen Wirtschaft mit qualifizierten Faulen, Drückebergern und Müßiggängern" besetzt werden sollen. Auch eine Abschaltung der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF wird vorgeschlagen - ganz nach dem Vorbild Griechenlands, wo Antonis Samaras von jetzt auf gleich den staatlichen Rundfunk einfach abschalten ließ.

In Lübeck konnte "Die Partei" im Juni bereits einen Erfolg feiern: Knapp vier Wochen nach der Kommunalwahl zog sie in Person des Abgeordneten Bastian Langbehn in die Lübecker Bürgerschaft ein. Er hatte bei der Wahl 831 Stimmen erhalten und damit das bundesweit erste Mandat für "Die Partei" gewonnen.

Am Donnerstag hatte der elfköpfige Ausschuss bereits die Zulassung für insgesamt 26 Parteien erteilt: Grünes Licht erhielten neben etablierten Parteien wie der CDU und der SPD unter anderem auch die Piratenpartei und die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD).

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%