Schätzung: Schäuble erwartet Rekord bei Steuereinnahmen

Schätzung: Schäuble erwartet Rekord bei Steuereinnahmen

, aktualisiert 01. November 2011, 09:22 Uhr
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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat im Hinblick auf die Steuereinnahmen gut lachen.

von Axel SchrinnerQuelle:Handelsblatt Online

Am Mittwoch startet die Steuerschätzung. Die Vorlage, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, verspricht sehr gute Nachrichten. Auch der Blick in die Zukunft dürfte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gefallen.

DüsseldorfDie Steuereinnahmen werden bis zum Jahr 2016 um mehr als 100 Milliarden Euro auf 680 Milliarden Euro steigen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen mit Verweis auf die Vorlage von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble für die am Mittwoch beginnende Steuerschätzung.

Für 2011 rechnet Schäuble mit knapp 572 Milliarden Euro Steuern. Das wären 17 Milliarden Euro mehr, als die Steuerschätzung im Mai vorhergesagt hatte. 2012 rechnen Schäubles Experten mit einem Anstieg auf 591 Milliarden Euro. Das wären rund sieben Milliarden mehr als zuletzt geschätzt.

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In den folgenden Jahren sollen die Einnahmen auf 613, 636 und 659 Milliarden Euro steigen. Das entspräche bis 2015 Mehreinnahmen von rund 40 Milliarden Euro.
Die Vorlage des Finanzministeriums ist eine von mehreren Vorschlägen, die während der Steuerschätzung diskutiert werden. Weitere Vorlagen kommen von Wirtschaftsforschungsinstituten, dem Sachverständigenrat und der Bundesbank. Das Ergebnis der Steuerschätzung wird am Freitag veröffentlicht.

Wesentlicher Grund für die hohen Steuermehreinnahmen ist der Anstieg der Bruttolöhne und -gehälter. Diese dürften nach Schätzungen des Wirtschaftsministeriums 2011 so stark steigen wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Hohe Einkommen lassen das Lohnsteueraufkommen steigen; zudem bringt mehr Konsum auch mehr Umsatzsteueraufkommen. Diese beiden Steuerarten machen rund 60 Prozent des gesamten Steueraufkommens aus.

Der Anstieg der Einnahmen lässt die Haushaltsdefizite sinken. Das Institut für Weltwirtschaft erwartet, dass der Bund dieses Jahr 23 Milliarden Euro neue Schulden machen werde, halb so viel wie im Vorjahr. 2012 dürfte der Bund statt 27 nur noch 16 Milliarden Euro neue Kredite benötigen, 2013 sei wegen der Zahlungen in den Euro-Rettungsfonds ESM mit einem Anstieg des Defizits auf 21 Milliarden Euro zu rechnen, sagte IfW-Finanzexperte Alfred Boss.

Quelle:  Handelsblatt Online
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