Scharfe Kritik: Regierung baut Förderstellen für Langzeitarbeitslose ab

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Scharfe Kritik: Regierung baut Förderstellen für Langzeitarbeitslose ab

Bundesregierung und Jobcenter haben das Angebot an öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnissen für Langzeitarbeitslose seit dem Jahr 2010 um mehr als die Hälfte abgebaut.

Während vor vier Jahren noch mehr als 350.000 Langzeitarbeitslose mit sogenannten Ein-Euro-Jobs, Bürgerarbeit oder ähnlichen Förderstellen auf eine neue Beschäftigung vorbereitet wurden, waren es zur Jahresmitte 2014 nur noch 136.000. Das zeigt die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen, die der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochausgabe) vorliegt. Demzufolge hat sich der von der schwarz-gelben Regierung begonnene Abbau auch unter der großen Koalition fortgesetzt. Seit Mitte 2013 sei die Zahl der Förderstellen um 26.500 zurückgegangen.

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Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Brigitte Pothmer, kritisierte dies scharf. „Während die Zahl der Langzeitarbeitslosen seit geraumer Zeit stagniert und zuletzt sogar wieder leicht gestiegen ist, geht die Zahl der öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnisse immer weiter zurück“, sagte sie der „F.A.Z.“. Dadurch würden viele Betroffene „dauerhaft abgehängt“. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) verteidigte den Abbau. Ein-Euro-Jobs führten in weniger als zehn Prozent der Fälle zu einem erfolgreichen Einstieg in sozialversicherungspflichtige Arbeit, sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt der Zeitung.

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