Schlag auf Schlag: Runde 2: Geht es in Deutschland fair zu?

Schlag auf Schlag: Runde 2: Geht es in Deutschland fair zu?

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Schlag auf SchlagRunde 2: Geht es in Deutschland fair zu?

Allerorten wird beklagt, dass die Ungleichheit wächst. Zwei WiWo-Redakteure streiten leidenschaftlich über die Frage, ob wir noch in einem fairen und sozialen Land leben.

Die Reichen werden immer reicher, die Mittelschicht bricht weg – so ist die veröffentlichte Meinung und das latente Gefühl in der Bevölkerung. In Deutschland geht es nicht mehr fair zu, findet auch Finanzkorrespondentin Saskia Littmann. Die Armen sind durch die Finanzkrise ärmer geworden, die Reichen hätten ihr Vermögen vergrößert. Wer in Deutschland einmal in Schwierigkeiten gelange, habe es schwer, wieder "unten raus zu kommen". Brauchen wir ein Land, in dem die Einkommen und das Vermögen relativ gleich sind – oder reicht es, wie Politikredakteur Tim Rahmann behauptet, dass nur eines gleich sein muss: nämlich die Chancen? 

Schlag auf Schlag Das sind die Regeln

Zwei Redakteure der WirtschaftsWoche liefern sich einen verbalen Schlagabtausch zu aktuellen Themen. Wer gewinnt, entscheiden Sie. Das sollten Sie vorab wissen.

Schlag auf Schlag - die Regeln

In der zweiten Runde von Schlag auf Schlag wird es persönlich: Tim Rahmann berichtet, dass seine Eltern die Volksschule abgeschlossen hätten und bereits im Alter von 15 Jahren ins Arbeitsleben gestartet seien. Sie hätten nie eine Hochschule von innen gesehen. Aber: Sie hätten Engagement gezeigt, ihm deutlich gemacht, wie wichtig Bildung ist – und ihren Sohn immer unterstützt. Rahmann schlussfolgert: Mit Eigeninitiative, Ehrgeiz und Engagement könne es in jeder in Deutschland schaffen, sich selbst zu verwirklichen und eine eigene Existenz aufzubauen. Dazu brauche es Eigeninitiative, die können man aber wohl auch verlangen. Der Staat unterstütze reichhaltig, in dem er die Frühförderung vorantreibt, Schulen finanziert und gar ein kostenfreies Studium ermöglicht, dies sei "international eine Ausnahme".

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Die Ergebnisse im Überblick

Saskia Littmann hält dagegen. So einfach sei es nicht. Der Staat setze Fehlanreize, indem er etwa das Betreuungsgeld anschaffe, von dem vor allem die höheren Einkommensschichten profitieren. Und: In der Schule werde zu früh eine Trennung vorgenommen. In Dänemark etwa, würden die Schüler viel mehr gefordert, unterstreicht Littmann. Bis zur achten Klassen gingen die Jungen und Mädchen gemeinsam zur Schule, erst danach werden die Schüler aufgeteilt. In Deutschland sei der Bildungserfolg zu sehr vom Status der Eltern abhängig. 

Wer überzeugt Sie mehr? Schauen Sie unser Video an, kommentieren Sie unter dem Artikel – und stimmen Sie ab.

Übrigens: Die Diskussion ist – wie in der gesamten Schlag-auf-Schlag-Reihe – ungeschnitten und ungeprobt, das heißt: Das Thema und die jeweilige Position haben die Kontrahenten be- und abgesprochen, nicht aber die Argumente. Die Duellanten sollen spontan reagieren, Authentizität ist uns in diesem Fall wichtiger als die geschliffene Rede. 

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Jede Woche liefern sich Malte Fischer und Tim Rahmann einen Schlagabtausch zu aktuellen Themen. Wen finden Sie überzeugender? Stimmen Sie ab!

Schlag auf Schlag mit Tim Rahmann und Malte Fischer

 

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