Schlag auf Schlag: Runde 3: Brauchen wir TTIP?

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Runde 3: Brauchen wir TTIP?

Europa und die USA wollen die Verhandlungen über das geplante Freihandelsabkommen beschleunigen - trotz der Kritik aus der Bevölkerung. Zwei WiWo-Redakteure diskutieren, ob das TTIP-Abkommen Fluch oder Segen ist.

Chlorhühnchen. Das gerupfte Federvieh, welches in den USA mit chlordioxidhaltigem Wasser abgebraust wird, bevor es beim Verbraucher auf dem Teller landet, steht stellvertretend für die ideologische und verzweigte Debatte über das geplante Freihandelsabkommen TTIP.

Ganz Europa hat Angst vorm Chlorhuhn. Während Politiker und vor allem Konzerne die geplanten Handelserleichterungen zwischen Europa und den USA als gewinnbringend anpreisen, fürchten Verbraucher um ihre Rechte und Standards. Sie haben Angst, dass minderwertige Produkte aus Übersee die heimischen Qualitätserzeugnisse verdrängen könnten. Zudem klagen sie, Politik und Konzerne wollten das Abkommen möglichst unbemerkt am Verbraucher vorbei verabschieden.

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Die Wirtschaft dagegen pocht auf dem wirtschaftlichen Mehrwert des Abkommens. Der Abbau von Handelshemmnissen wie Zöllen oder unterschiedlichen Produktionsvorschriften würde die Konjunktur beflügeln und zahlreiche neue Jobs schaffen.

Die Ergebnisse im Überblick

Doch wer hat am Ende Recht? Wessen Argumente überzeugen? Darüber streiten Politikredakteur Tim Rahmann und Finanzredakteurin Saskia Littmann in der dritten Runde von "Schlag auf Schlag".

Littmann argumentiert, dass der zusätzliche Handel zulasten der Verbraucher geht und es vor allem die USA sind, die durch die Mehrheit der neuen Arbeitsplätze vom Abkommen profitieren. Rahmann hält dagegen - Handelsvereinfachungen seien wichtig für die Wirtschaft, auch in Deutschland würde das Abkommen schließlich für zusätzliche Jobs sorgen.

Dabei kommen die Redakteure in ihrer Diskussion (fast) ohne Chlorhühnchen aus. Stattdessen verweist Rahmann auf einheitliche Standards im Automobilbau, die den Handel vereinfachen. Littmann fürchtet dagegen um die Sicherheit der Produkte.

Wer überzeugt Sie mehr? Schauen Sie unser Video an, kommentieren Sie unter dem Artikel – und stimmen Sie ab.

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Jede Woche liefern sich Malte Fischer und Tim Rahmann einen Schlagabtausch zu aktuellen Themen. Wen finden Sie überzeugender? Stimmen Sie ab!

Schlag auf Schlag mit Tim Rahmann und Malte Fischer

Übrigens: Die Diskussion ist – wie in der gesamten Schlag-auf-Schlag-Reihe – ungeschnitten und ungeprobt, das heißt: Das Thema und die jeweilige Position haben die Kontrahenten be- und abgesprochen, nicht aber die Argumente. Die Duellanten sollen spontan reagieren, Authentizität ist uns in diesem Fall wichtiger als die geschliffene Rede. 

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