Schlag auf Schlag: Runde 6: Sollen wir noch sparen?

Schlag auf Schlag: Runde 6: Sollen wir noch sparen?

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Schlag auf SchlagRunde 6: Sollen wir noch sparen?

Die Niedrigzinsen verhageln Sparern die Bilanz, Lebensversicherungen oder Sparbücher werfen kaum Rendite ab. Sollte das Geld jetzt lieber ausgegeben werden? Zwei WiWo-Redakteure diskutieren, ob sparen noch sinnvoll ist.

Sparen gilt in Deutschland als Tugend. Schulden werden dagegen nicht gern sehen, außer es sind beispielsweise Immobilienschulden. Verglichen mit US-Amerikanern haben die Bundesbürger also eine deutlich konservativere Haltung zum Umgang mit Geld. Anstelle eines Konsumrausches auf Pump wird nur das angeschafft, was nötig ist. Wenn Geld übrig ist, wird es aufs Sparbuch gepackt oder in die Lebensversicherung investiert. Auf jeden Einwohner kommen in Deutschland 1,14 Lebenspolicen.

Seit die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer expansiven Geldpolitik die Zinsen in der Euro-Zone von einem Rekordtief zum anderen gedrückt hat, ist es mit der Idylle im Sparer-Deutschland allerdings vorbei. Banken zahlen ihren Kunden kaum noch Zinsen, auch Lebensversicherungen werfen immer weniger Erträge ab. Das zeigt sich auch in den Einkaufsstraßen. Gerade erst prognostizierten die Privatbanken, dass deutsche Verbraucher ihre Ausgaben in diesem und dem nächsten Jahr so deutlich steigern werden wie zuletzt zur Jahrtausendwende. Statt zu sparen, wird lieber geshoppt.

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Die Ergebnisse im Überblick

Aber ist das auch richtig? Das diskutieren Politikredakteur Tim Rahmann und Finanzkorrespondentin Saskia Littmann in der sechsten Runde von "Schlag auf Schlag".

Dabei stellt sich zunächst die Frage, was wir unter klassischem Sparen eigentlich verstehen. Rahmann argumentiert, sparen sei in Form von Aktien- oder Immobilienkäufen im Hinblick auf die Altersvorsorge weiterhin für sehr wichtig hält. Littmann dagegen ordnet Aktienkäufe eher als Investments mit mehr Risiko ein, nicht als klassische Sparform wie Sparbücher oder Lebensversicherungen. Von der hält sie aktuell wenig. Gerade Jüngere, so die Finanzkorrespondentin, hätten gerade mehr davon, wenn sie Geld in die eigene Aus- und Weiterbildung investierten, als die Euros auf dem Sparkonto zu lagern.

Rahmann dagegen warnt davor, jetzt das Geld auszugeben, welches später im Alter gebraucht wird. Wer sein Geld heute clever anlege, so Rahmann, könne von der Rendite im Alter gut leben.

Wer überzeugt Sie mehr? Schauen Sie unser Video an, kommentieren Sie unter dem Artikel – und stimmen Sie ab.

Übrigens: Die Diskussion ist – wie in der gesamten Schlag-auf-Schlag-Reihe – ungeschnitten und ungeprobt, das heißt: Das Thema und die jeweilige Position haben die Kontrahenten be- und abgesprochen, nicht aber die Argumente. Die Duellanten sollen spontan reagieren, Authentizität ist uns in diesem Fall wichtiger als die geschliffene Rede. 

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Jede Woche liefern sich Malte Fischer und Tim Rahmann einen Schlagabtausch zu aktuellen Themen. Wen finden Sie überzeugender? Stimmen Sie ab!

Schlag auf Schlag mit Tim Rahmann und Malte Fischer
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