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Schreiben an Beck: Auch SPD-Abgeordnete wollen Pendlerpauschale zurück

von Christian Ramthun

Auch in der SPD mehren sich die Stimmen für die Wiedereinführung der Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer.

Berufspendler in Frankfurt am Quelle: AP
Berufspendler in Frankfurt am Main Quelle: AP

In einem Schreiben an Parteichef Kurt Beck und seine Stellvertreter Frank-Walter Steinmeier sowie Peer Steinbrück und an Fraktionschef Peter Struck fordert der SPD-Finanzexperte Reinhard Schultz die „Anerkennung der Arbeitsfahrten weiterhin vom ersten Kilometer an“. Diese solle aber nur noch mit 25 Cent statt 30 Cent vergütet werden.

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Seine Forderung, so Schultz in dem Schreiben, „wird von der gesamten SPD-Arbeitsgruppe Finanzen geteilt, ich gehe davon aus, auch vom größten Teil der SPD-Bundestagsfraktion“.

Laut Schultz war die Änderung bei der Pendlerpauschale, nämlich diese erst ab dem 30. Kilometer zu gewähren, Teil einer finanzpolitischen Notoperation. Nun müsse man aber auch wieder an die „Leistungsträger“ denken und diese „am Aufschwung teilhaben“ lassen.

Im Übrigen, so der SPD-Abgeordnete, würden die Gerichte ohnehin die Kürzung der Pendlerpauschale als verfassungswidrig verwerfen. Das Beharren der Bundesregierung und der Koalition auf der Kürzung der Pauschale sei daher „politisch falsch und kurzsichtig“.

28 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 01.12.2008, 14:54 UhrAnonymer Benutzer: Reinhard

    Wenn sich Frau Merkel weiterhin so Arbeitnehmerfeindlich verhält und die pendlerpauschale in der alten Form verhindert, wird das ihre wiederwahl ebendso verhindern. Hier hilft, einfach mal mit den Menschen sprechen, welche ihr Geld mit Arbeit verdienen und nicht mit Fehlspekulationen.

  • 02.09.2008, 01:21 UhrAnonymer Benutzer: Jan

    ich finde es wirklich schade, dass die Pendlerpauschale erst ab dem 21.ten Kilometer geltend gemacht werden können. ich fahre zum beispiel "nur" 19 Kilometer einfach zur Arbeit. Das sind fast 40 km am Tag (800 km im Monat). Das mag sich nicht so extrem hoch anhören, wenn man aber bedenkt, das ich gerade mal 535€ brutto als Lehrling verdiene und diesen relativ weiten Weg für eine Ausbildung in kauf nehmen muss, dann ist ohne Probleme ein Viertel meinens Nettogehaltes nur für die Krafstoffkosten weg. Klar ich könnte auch mit der bahn fahren, jedoch ist die bahnverbindung nicht gerade die beste und auch nur unwesentlich günstiger.
    Wenn die benzinpreise noch weiter steigen (und das werden sie ganz sicher) weiß ich nicht mehr wie ich das finanzieren soll, dabei arbeite ich jetzt schon fast um zu Arbeiten.

    MfG
    Jan

  • 04.08.2008, 19:40 UhrAnonymer Benutzer: Horst

    Eine bessere Lösung könne eine "Deckelung nach oben" sein. "Unsere Eltern sind auch irgendwann der Arbeit nachgezogen und haben vom Staat nicht verlangt, dass er eine tägliche Heimfahrt von mehr als 200 Kilometern subventioniert."

    Typisch Politiker; Wir sollen umziehen, wenn der Arbeitsplatz zu weit ist!!; Wie sieht es denn mit den Abgeordneten aus, die von bonn nach berlin pendeln oder umgezogen sind. Die kriegen alles bezahlt. bekommen wir auch den Umzug subventioniert? Das sollten die Politiker streichen und mit gutem beispiel voran gehen. Dann kann ich mich auch mit kompromißlösungen abgeben. Aber solange die Politiker nicht zurückstecken, warum denn der kleine arme Arbeiter?? dem das Geld immer mehr aus der Tasche gezogen wird.

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