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Schuldenkrise: Von der Leyen schließt Euro-Bonds nicht mehr aus

Quelle: Handelsblatt Online

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat in einem Interview eine Äußerung getan, die aufhorchen lässt: Euro-Bonds seien demnach kein absolutes Tabu mehr. Allerdings macht die Ministerin auch die Bedingungen klar.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Quelle: dpa
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Quelle: dpa

BerlinIm Streit um gemeinsame Euro-Anleihen schließt Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Einführung der sogenannten Eurobonds nicht kategorisch aus. „Wenn es eine vollständige, gemeinsame Fiskalpolitik mit einer wirksamen Schuldenkontrolle gibt, dann sind gemeinsame Anleihen eine Option“, sagte die stellvertretende CDU-Vorsitzende dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

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Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte Anfang Juli im Bundestag gesagt, gemeinschaftliche Anleihen seien erst dann möglich, wenn es auch eine gemeinsame Finanzpolitik in der Europäischen Union gebe. Von der Leyen sieht die Eurobonds ebenfalls nur als Option für die Zukunft: „Aber jetzt darüber zu diskutieren, wo es die Rahmenbedingungen noch gar nicht gibt, ist völlig absurd.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich zuletzt beim EU-Gipfel in Brüssel Ende Juni vehement gegen entsprechende Forderungen aus Spanien und Italien gewehrt. Kritiker fürchten eine langfristige Vergemeinschaftung der Schulden von finanzschwachen Euro-Ländern.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 09.07.2012, 17:23 UhrUlrich

    Als gelernte Narkoseärztin muss sich v. d. L. nun auch zu Eurobons äußern.

    Er reicht scheinbar nicht aus, wenn sie vom Arbeitsrecht nichts versteht und dennoch Arbeitsministerin ist.

    Der ökonomische Sachverstand der Frau v. d. L. lässt sich auf ein kleines Partybrötchen schmieren. Wie viel an Inkompetenz ist der Wahlbürger noch bereit, in der Politik zu akzeptieren und wie umfangreich will er sich von solchen Politikern in die Tasche greifen lassen?

  • 08.07.2012, 11:46 Uhrallesverloren

    Wenn, wenn, wenn, etc.

    Kein Politiker traut dem anderen, nicht in Deutschland nicht anderswo.

    Kein Bürger traut dem Politiker, nicht in Deutschland nicht anderswo.

    Aber einige Politiker trauen allen anderen zu, das richtige zu machen, trotz gegenteiliger Erfahrungen.

    Wenn du doch geschwiegen hättest, wärest du eine Weise geblieben.

    Oder, einfach mal die Klappe halten.

  • 08.07.2012, 11:29 UhrJens

    Ja, jetzt meldet sich auch Muttis Größte. Gestern durfe sie etwas Wein trinken und schon fliegen ihr die Gedanken zu. Das Dilemma in dieser Berliner Kinderstube ist, daß jeder mitreden will. Leider wird außer acht gelassen, daß Bedingungen in Europa noch nie eingehalten wurden, auch von Deutschland nicht. Damit war die Einführung der gemeinsamen Währung von vornherein zum Scheitern verurteilt. Wie will man etwas gemeinsam regulieren, wenn jeder für sich irgendwelche Ausnahmen in Anspruch nimmt. Bilateral Dinge zu vereinbaren, ist deutlich einfacher. Dieses multilaterale Rumgeschnatter in Europa führt ins Dauerchaos. Rettungsgipfel im Minutentakt, das ist unsere Zukunft. Und am Wochenende posaunen die Kinder dazwischen.

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